Theuma: Windrad-Diskussion mit Kopfschütteln

Theuma/Jägerswald - Ungenügend durch Bürgermeister Sven Rondthaler informiert fühlten sich am Dienstag ein Teil der Gemeinderäte und Besucher der Ratssitzung in Theuma.

Grund war ein aufgetauchter Brief von Torsten Egner, Projektleiter der Umweltgerechten Kraftanlagen Meißen GmbH (UKA), vom 19. November 2013, adressiert an den Bürgermeister. Im Brief werden die Ergebnisse eines Treffens der lokalen Bürgerinitiative (BI)mit der UKA vom 6. November zusammengefasst. "So nutzten wir das Gespräch, um die falschen Informationen auf Flyern zu widerlegen - beispielsweise die angeblich geplanten 12 Windenergieanlagen auf dem favorisierten Areal. Tatsächlich ist die Planung von 3 bis 5 Windenergieanlagen vorgesehen", ist im Brief zu lesen.

Auch seien die Befürchtung der Windkraftgegner vor übermäßiger Schall- und Schattenimmissionen im Gespräch ausgeräumt worden. Die zu erwartenden Immissionen seien Gegenstand des Genehmigungsverfahrens und werden durch Gutachter ermittelt. "Wir erklären, dass die Genehmigung der Anlagen von diesen Richtwerten abhängt und der Betrieb der Anlage ggf. eingeschränkt und mit Auflagen versehen wird." Weiterhin verweist die UKA auf ihr Angebot zur Errichtung einer Bürgerwindanlage. Das Beteiligungsmodell sei durchaus von den Vertretern der BI begrüßt worden, obwohl verbindliche Aussagen zu den erwartenden Einnahmen noch nicht getroffen werden könnten.

Torsten Eigner verwies auf die Vorteile für die Gemeinde durch Steuereinnahmen und Entschädigungen. "Dies stellt für die Gemeinde eine gute Möglichkeit dar, beispielsweise das Ortsbild störende Gebäude oder Gebäudereste beseitigen zu lassen." Auch werden für den Eingriff in das Landschaftsbild andere Flächen landschaftlich aufgewertet. Dazu würde ein Landschaftspflegerischer Begleitplan durch ein unabhängiges Landschaftsplanungsbüro in Zusammenarbeit mit der Gemeinde erstellt.

Abschließend enthält der Brief die Bitte, den Inhalt an die Gemeindevertreter weiterzuleiten. Bürgermeister Sven Rondthaler konnte den Erhalt eines solchen Briefes nicht bestätigen. "Der Inhalt ist mir völlig unbekannt, der Gemeinderat wird sich aber in seiner nächsten Sitzung im Januar damit beschäftigen." Während ein Teil der Gemeinderäte und Bürger die Aussage mit einem Kopfschütteln quittierten und sich nicht ausreichend informiert fühlten, wurde auf die Irrelevanz des Briefes und auf den Gemeinderatsbeschluss vom Mai diesem Jahres gegen den Bau von Windkraftanlagen verwiesen. mm

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