Thema Innenstadt-Belebung: Klostermarkt-Händler wollen Autos nicht missen

Es wird seit Wochen über eine mögliche Verkehrsfreigabe der mittleren beziehungsweise oberen Bahnhofstraße geredet. Wie sehen dies Geschäftsinhaber, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, vor deren Tür aber geparkt werden darf? Der Vogtland-Anzeiger hat sich rund um den Klostermarkt umgehört.

Plauen - Die Betreiber der Geschäfte rund um den Plauener Klostermarkt wollen die Parkplätze vor ihren Türen nicht mehr missen. Auch wenn die Autofahrer nicht gezielt hier parken würden, um in die jeweiligen Geschäfte zu gehen, bringe die Öffnung eine Belebung der Fläche, meint die Mehrheit der befragten Ladeninhaber. Sie wollen auf die Parkplätze nicht verzichten - was nicht immer so war. Jahrelang war der Platz im Sommerhalbjahr den Fußgängern und Händlern vorbehalten, nur im Winter durfte geparkt werden. Auf einer Seite kann nun immer geparkt werden. Und das sagen die Ladenbetreiber zum Thema "Verkehr rein in die Innenstadt":

Schreibwarenhandlung Posselt:

Die Stellflächen vor der Ladentür bringen keinen Vorteil, meint Heike Scheftewitz vom Geschäft. "Die Autos halten nicht an, um uns zu besuchen." Die Laufkundschaft und die Stammkunden würden den Parkplatz eher nicht nutzen.

Kristall-Ecke:

"Man hat den Eindruck, es ist etwas mehr los mit den Autos", sagt Birgit Morgner vom Geschäft. Vor allem ältere Menschen seien über die Parkplätze froh. "Das Auto gehört heute einfach dazu." Wenn die Autos aus der Stadt verbannt werden, bleiben auch die Kunden weg, meint Birgit Morgner. Sie würde eine Einbahnstraßen-Regelung für die obere Bahnhofstraße befürworten.

Foto Express:

Die Parkplätze sind eine gute Sache, meint auch André Born-Frontsberg. "Es kommen dadurch mehr Leute." Der Parkplatz sei ständig voll, hat der Verkäufer beobachtet. Vor allem Frauen, die gerne Einkaufen gehen, würden das Angebot nutzen.

Dienstleistungsservice Roth:

"Wer zu mir möchte, kann mit dem Auto direkt vor der Tür halten", sagt Werner Roth, der ein kleines Dienstleistungsgeschäft am Klostermarkt betreibt. Die rückläufige Belebung der Innenstadt habe auch etwas mit dem Bevölkerungsrückgang in Plauen zu tun, meint Roth. "Wo keine Leute sind, können auch keine Geschäfte getätigt werden." Das Chaos mit der Parkplatz-Debatte kann der Plauener nicht verstehen. "Es gibt genügend Parkhäuser."

CityOptik:

Die Kunden können wesentlich entspannter an das Geschäft heran, sagt Geschäftsführer Frank Paeschke. "Na freilich, bringt das was, wenn die Kundschaft vor der Tür parken kann."