Theater trifft OB zu Krisengespräch

Das Aktionsbündnis pro Vogtlandtheater hat am Freitag OB Ralf Oberdorfer getroffen. "Das knapp zweistündige Gespräch war informativ und konstruktiv", heißt es von Theater-Sprecherin Caroline Eschenbrenner.

Plauen - OB Ralf Oberdorfer habe zusammen mit Kämmerin Ute Göbel die prekäre Finanzlage der Stadt Plauen und die Notwendigkeit einen ausgeglichenen Haushalt zu verabschieden erklärt. Des Weiteren betonte er, dass die Beschlussvorlage für den Grundlagenvertrag immerhin eine Fortschreibung der Theaterfusion bis 2020 sichere.

"Die Vertreter des Aktionsbündnisses artikulierten ihr Unverständnis über die drastische Sparpolitik der Gesellschafter und zeigten ihre Zweifel, ob bereits alle Möglichkeiten, finanzielle Mittel auch über die Landkreise und den Freistaat zu akquirieren, ausreichend ausgeschöpft seien", so Eschenbrenner in einer Pressemitteilung.

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses sprachen sich für eine breite öffentliche Debatte aus, angestoßen durch die Gesellschafter, über die kulturellen Strukturen Vogtlandkreis/Stadt Plauen. Besonders wurde auf die über 100-jährige Theatertradition in Plauen und die Bedeutung des Theaters in dieser Stadt hingewiesen sowie auf die 30 Kooperationsschulen, die das Theaterangebot verpflichtend nutzen, und mit denen erfolgreich kulturelle Bildung umgesetzt werde.

Dass das Theater nicht nur kostet, sondern über Umweg-Rentabilität der Stadt auch Einnahmen generiert und langfristig Investoren und Arbeitskräfte nach Plauen bringt, sollte unbedingt mit bedacht werden.

OB Oberdorfer äußerte, dass er offen sei für Vorschläge, wie Strukturen perspektivisch gestaltet werden können. In Sachen Einnahmen hat das Theater übrigens Positives zu vermelden: Von Januar bis Ende November 2014 haben sich die Einnahmen der Theater Plauen-Zwickau gGmbH gegenüber dem Vorjahr um 130.000 Euro erhöht, so Eschenbrenner.

Geschäftsführer Volker Arnold und Generalintendant Roland May zeigen sich erfreut über diese Entwicklung. Im gleichen Zeitraum hat auch der Online-Verkauf um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen. va