Theater Plauen-Zwickau zeigt "Orpheus in der Unterwelt"

Plauen - Als nächste Premiere des Theaters Plauen-Zwickau steht am 8. Mai Jacques Offenbachs Operette "Orpheus in der Unterwelt" auf dem Programm.

 

Bereits am kommenden Sonntag gibt es wie immer in einer Werkeinführung um 11 Uhr auf der Kleinen Bühne die Gelegenheit, sich über den Stoff und die Hintergründe der Inszenierung zu informieren. Mit dabei sind Regisseur Christian von Götz, Ausstatter Michael Goden, Operndirektor und begleitender Dramaturg Stefan Bausch, sowie Juliane Schenk und Joshua Whitener, die natürlich auch musikalische Kostproben geben.

Offenbachs Operette bedient sich des bekannten Mythos von Orpheus als Grundlage. Der Geiger Orpheus und seine frustrierte Gattin Eurydike wollen sich trennen. Sie liebt den Schäfer Aristeus und er möchte sich anderen jungen Frauen hingeben. Doch Eurydikes Liebhaber entpuppt sich als Pluto, Herr der Unterwelt, der sie ins Totenreich entführt. Orpheus freut sich ungemein über den Lauf der Dinge, doch die öffentliche Meinung zwingt ihn, an höherer Stelle auf Rückgabe seiner Frau zu dringen. Jupiter, höchster Ordnungshüter, sieht sich gleichermaßen von der öffentlichen Meinung unter Druck gesetzt und verspricht Unterstützung, insbesondere deshalb, da die kleine Eurydike ihm als recht reizvoll beschrieben wird und sein Name nicht nur für Recht und Ordnung steht, sondern auch für wahl- und zahllose Amouren.

Mit seiner erlebnishungrigen Entourage unternimmt er eine Erkundungsreise in die Unterwelt, um sich selbst ein Bild zu machen und siehe da: Er findet Eurydike in Plutos Gemächern, will sie zwecks Schäferstündchen zum Olymp entführen und - wird von der öffentlichen Meinung angehalten, sie ihrem rechtmäßigen Ehemann zurückzugeben. Eine Lösung, die niemand will und ein Showdown zwischen Ordnungsmacht und Unterwelt deutet sich an...

Jacques Offenbach gilt als Schöpfer unzähliger "Opéras bouffes", die häufig das Tagesgeschehen der aufstrebenden Kulturmetropole Paris karikierend aufs Korn nahmen. Mit seinem Orpheus konnte er anfangs nur mäßig reüssieren. Als der wichtigste konservative Kritiker der Zeit sich über die geschmacklose Verhunzung der griechischen Antike erregte, füllte sich das Theater unaufhörlich und bescherte Offenbach einen seiner auch kommerziell größten Erfolge.