Theater Plauen-Zwickau neuen Tarifvertrag

Bei den Gesprächen für einen neuen Haustarifvertrag am Theater Plauen-Zwickau drückt die Leitung des Hauses aufs Tempo. "Es wäre schön, wenn wir im März zum Ende kämen, damit die Planungen für die neue Saison beginnen können", sagte am Montag  Geschäftsführer Volker Arnold.

 

Seinen Angaben zufolge soll der noch bis Ende Juli laufende Vertrag für die 340 Künstler und Mitarbeiter verlängert werden - plus eines Inflationsausgleiches. Dieser müsse mit den Gewerkschaften besprochen werden. Zudem gehe es um ein Strukturkonzept, das in den nächsten Jahren den sozialverträglichen Abbau von 38 Stellen vorsieht.

"Die Verhandlungen sind kompliziert", sagte Arnold. Er habe aber den Eindruck, dass alle Beteiligten den Fortbestand des Theaters wollten. Die kommunalen Träger hatten dem Theater in dem Konzept einen strikten Sparkurs verordnet und für dieses Jahr 500 000 Euro und für 2012 weitere 3,1 Millionen Euro gestrichen. Im vergangenen Jahr betrug der Etat rund 18 Millionen Euro.

"Wir halten das Sparkonzept nicht für realistisch", sagte Michael Kopp von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die neben noch weiteren drei Gewerkschaften mit am Verhandlungstisch sitzt. Deshalb solle auch das Gespräch mit den beiden Oberbürgermeistern in Zwickau und Plauen gesucht werden. "Die Einsparmöglichkeiten am Theater halten sich in Grenzen", sagte der Gewerkschafter. Er sei auch skeptisch, dass sich der Personalabbau ausschließlich mit Altersabgängen machen lasse, sagte Kopp. Dennoch sei er für einen neuen Haustarifvertrag optimistisch. "Wir haben uns schon angenähert." Am 9. März sollen die Gespräche für das Haus mit Musik, Schauspiel, Puppentheater und Ballett fortgesetzt werden. va