Texte die ganz tief gehen

Sarah Lesch veröffentlicht noch in diesem Jahr ihr neues Album "Triggerwarnung". Bereits jetzt spielt sie einige Titel auf ihren Konzerten. So auch am Samstag im Malzhaus.

Von Stephanie Rössel

Plauen Die Texte der Sängerin waren schon immer sehr persönlich und eindringlich, doch nun geht sie noch weiter - tief dorthin, wo es auch schmerzhaft wird. Von außen kam deshalb der Ratschlag, das Album "Triggerwarnung" zu nennen. Diese spricht sie im Übrigen vor jedem Titel, den sie davon spielt, aus. Sie sagt die Begriffe und warnt auch das Publikum, das Gelände möglicherweise kurz zu verlassen oder sich die Ohren zu zuhalten. Durchaus berechtigt, denn die Zeilen sind sehr direkt und unverblümt. Es geht um Themen wie sexuelle Gewalt, Abtreibung, Tod. Ihr Antrieb war das kollektive Achselzucken, die oft nur gespielte heile Welt. Vieles davon ist autobiografisch. Das brachte auch den Titel "Drunter mach ich's nicht mehr" hervor, der ihr selbst gezeigt hat, sich weder privat noch beruflich unter Wert zu verkaufen. "Ich bin es mir wert, genau das zu sein, was ich eben bin. Ganz gleich, wie absurd oder unbequem das für andere Menschen sein mag", sagt sie.
Neben dieser durchaus teilweise schweren Kost, gab es für das Publikum aber auch altbekannte Lieder zum Mitsingen. Und so wurde der Chor laut bei "Da draußen". "Ich weiß nur, dass man die Angst vergisst, die Angst vergisst, wenn man singt. Dab Dab De Dau Ding Ding, Dab Dab De Dau Ding Ding", schallte es über die Stadt.