Teppichwerk Adorf bald Geschichte

Zum Rasen-Grundstück wird jetzt die Industriebrache der Halbmondteppichwerke Adorf an der Oelsnitzer Straße. Der Abriss hat begonnen.

Adorf - Längst vergangen ist die Zeit, als die Doppelwebteppiche im Werk Adorf die Qualitätskontrolle durchliefen, das Gütesiegel aufgeklebt wurde und die fertige Ware das Werk in der Oelsnitzer Straße in Adorf verließ. Während die Produktionshallen vor langer Zeit abgebrochen wurden und die GEWA ihren Firmensitz bezog, harrte das Verwaltungsgebäude der Halbmondteppichwerke noch aus. Aus den zerbrochenen Fenstern wuchsen bereits Birken.

Der Ziegelbau war nicht im Besitz der Stadt Adorf und wurde erst später durch die GEWA erworben. Abrissmittel beantragte Adorf danach über das Programm des Freistaates Sachsen zur Revitalisierung von Industriebrachen. Der Fördermittelbescheid aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ging nun endlich ein, wie Bauamtsleiter Walter Voigt bestätigte. Für rund 130 000 Euro ging der Zuschlag für den Abriss an Erd- und Tiefbau GmbH Ebersbach, den günstigsten der zehn Bieter.

In den nächsten vier Wochen wird der Industriebau mit seiner markanten Ziegelfassade dem Erdboden gleich gemacht sein.Eine Rasenfläche wird dann dem Eigentümer GEWA, mit dem es vertragliche Vereinbarungen gibt, zur weiteren betrieblichen Nutzung übergeben. Man sei froh, wenn das desolate Gebäude am Adrofer Ortseingang endlich verschwunden ist, so Walter Voigt. Marlies Dähn