Teekännchen aus Syrien bezaubern

Taref Abdulhadi aus Syrien hat eine bewegende Geschichte der Flucht zu erzählen - und ist in Deutschland im doppelten Sinne gut angekommen. Vor drei Jahren flüchtete er aus seiner Heimatstadt Homs übers Mittelmeer, machte im italienischen Lampedusa Zwischenstation, ehe er über Umwege ins Vogtland kam. "In Cottbus habe ich Deutsch gelernt und den Führerschein gemacht - und dann habe ich mich bei der Drechslerei Kuhnert in Rothenkirchen beworben", erzählt der 30-jährige, gelernte Drechsler. Dort ist man heute froh, Taref Abdulhadi vor drei Monaten eingestellt zu haben. Der junge Mann ist nicht nur ein guter Drechsler, er entwirft aus seiner Fantasie heraus diese versprielten, übereinandergestapelten Teekännchen und andere attraktive Ensemble aus Holz. Zu den Wichteltagen bei Kuhnert im Rothenkirchener Gewerbegebiet - am heutigenSamstag von 9 bis 18 Uhr - wird Abdulhadis Stand mit den Kännchen wieder gut besucht sein. Live führt er auch vor, wie ein Kreisel an der Drechselbank entsteht.  C. Henze