Team "Schmidt" mischt mit

Außen sieht er grün aus, der Trabant, den Eric Schmidt fährt. Die Karosse erinnert als einziges an das einst als Familienwagen sehr gefragte Auto. Ansonsten ist es spartanisch eingerichtet: Lenkrad, Schalthebel, fünf Sicherungen, ein Sicherungshebel und vier Kippschalter zieren das Cockpit. Dazu gibt es einen Sitz, die vorgeschriebenen Gurte und den Überrollkäfig. Das ist alles. Mehr gibt es nicht in Fahrgast- und Kofferraum.

Von 1989 bis 2001 besaß der grüne Trabant eine Straßenzulassung. Heute fehlen ihm Blinker, Scheinwerfer, nur hinten sind Brems- und Staublicht vorgeschrieben, "damit mich der nachfolgende Fahrer im Staub der Rennstrecke erkennt", erklärt Maschinenbauingenieur Schmidt. Auf die Felgen der Räder sind spezielle Autocrossreifen mit grobstolligem Profil aufgezogen, unter der Motorhaube steckt ein normaler Trabant-Motor. Nur Tank und Batterie sind etwas kleiner. "Wir fahren bei den Läufen den etwa zwei Kilometer langen Rundkurs fünf Mal und haben auch keine Lichtmaschine an Bord", erklärt Schmidt, für den Gewichtsreduzierung das A und O bei Trabantcrossrennen ist. So wiegt sein Trabant auch nur 540 Kilogramm, der Motor leistet mit 50 PS fast das Doppelte wie ein Originalmotor.

Den grünen "Zweitakt-Blitz" hat das sächsisch-thüringische Team für diese Saison aufgebaut. Eigentlich ist nach Platz drei im Vorjahr die Meisterschaft für 2009 geplant. Der Start beim ersten Rennen ging aber schief: Zwei Mal Zweiter, zwei Mal Dritter und einmal hat sich das Auto überschlagen, "weil ich zu viel wollte und am Hang beim Überholen innen in Schräglage kam", berichtet Schmidt. Nach dem ersten Rennen ist er in der Gesamtwertung Dritter hinter Decker (Bernsgrün) und Müller (Bendorf). Weitere Fünf Rennwochenenden mit jeweils fünf Läufen in Frohburg, Rötha bei Leipzig und Torgau stehen bis Oktober an. Und dann hat er auch noch den Titel beim Pausaer Acht-Stunden-Rennen zu verteidigen. Das findet am 13. Juni statt.

Da fährt Schmidt mit einem anderen Trabant und mit Michael Wermig aus Oberreichenau und dem Ranspacher Lars Müller im Team.  j.st.