Tatort Neuberinhaus mit Axel Prahl

Schauspieler Axel Prahl, der bekannte Tatort-Kommissar und begnadete Sänger, präsentierte am Freitag Abend im Reichenbacher Neuberinhaus sein aktuelles Album "Blick aufs Mehr". Gemeinsam mit seinem Inselorchester entführte er dabei das Publikum in eine Mixtur toller Songs. Am Ende war sich die Zuhörerschaft einig: "Wir wollen noch viel MEHR hören, lieber Axel Prahl!"

Von Hagen Hartwig

 

Zwei  Stunden vor Konzertbeginn absolvierte Axel Prahl im großen Saal des Hauses mit seinem Inselorchester einen intensiven Soundcheck. "Wir legen größten Wert auf besten Ton. Das ist keine einfache Sache, schließlich stehe ich mit 13 Musikern auf der Bühne. Alle gemeinsam stellen höchste Ansprüche an die Akustik. Wir fordern unsere Tontechniker enorm", erklärte der noch 59-jährige Prahl den tontechnischen Aufwand (er feiert im nächsten Monat seinen 60. Geburtstag). Visuell wurde die Zuhörerschaft im Neuberinhaus ebenfalls verwöhnt. Das Bühnenlicht hüllte den Frontmann und die Musiker in feinstes Licht und verzichtete auf unnötige Effekte. Gut so!

Los ging es mit einem buchstäblichen Gassenhauer. Axel Prahl brachte bereits mit dem ersten Song und der maritimen Textzeile "Heute versauf ich die Heuer" in Stimmung und sogar zum Schunkeln. Schon da war klar, dass das Meer und die Seefahrt in Prahls Liedern immer wieder eine Rolle spielen wird. "Meine aktuelle CD heißt zwar wirklich Blick aufs Mehr (also nicht Meer). Trotzdem liebe ich die See. Außerdem gibt mir diese Schreibweise die Chance, kommende Alben einfach zu benennen", so Prahl, der erklärte, die nächste Scheibe "Noch mehr" und die übernächste "Nichts mehr" benennen zu wollen.

Axel Prahl stand in seinem Konzert fast bei jedem Lied im Mittelpunkt, gab aber auch den Kollegen vom Inselorchester eine Bühne, solistisch aufzutreten. Die Zuhörerschaft merkte, dass die Chemie zwischen dem "Star" und dem Orchester stimmt. Trotz seines enormen Erfolges als Schauspieler verzichtete der bekannte Tatort-Kommissar auf jegliche Allüren. Dies sowohl auf der Bühne, als auch im Backstage-Bereich. "Der Mann ist freundlich, unkompliziert und bodenständig. Einfach nur sympathisch", stellte Ronald Böhm, der Chef des Neuberinhauses fest. Unbürokratisch wurde daher auch die Bitte des Künstlers erfüllt, während des Konzertes zwei Zigaretten auf der Bühne  rauchen zu dürfen. "Die gehören einfach zu meinen Liedern. Ich danke den anwesenden Feuerwehrleuten, die den Brandschutz hier im Haus überwachen, für ihre Erlaubnis", so Axel Prahl.

Gut gefüllt ist in den nächsten Monaten der Kalender des Schauspielers und Musikers. Viele Konzerte und einige Tatort-Produktionen stehen an. Ende 2021 will Prahl es aber etwas ruhiger angehen lassen. Er hat sich eine Auszeit vorgenommen. Doch eines verspricht der in Berlin lebende Schauspieler jetzt bereits:  "Gemeinsam mit meinem Kommissar-Kollegen Jan Josef Liefers werde ich auch während meines Sabbatjahres verlässlich im Polizei-Revierbereich Münster für Recht und Ordnung sorgen!"