Tatgeschehen bleibt weiter im Dunkeln

Im Prozess gegen zwei Schwarzafrikaner, die angeklagt sind im Dezember einen Deutschen zusammengeschlagen und mit einem Messer attackiert zu haben, konnte auch am Donnerstag keine endgültige Klarheit über das Tatgeschehen in jener Nacht am Hans- Löwel-Platz gewonnen werden.

Zwickau/Plauen - Das Opfer der beiden Somalier erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Daher hatte sie die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Totschlages angeklagt. Mehrere geladene Zeugen blieben der Verhandlung vor dem Landgericht Zwickau am Donnerstag ohne Angabe von Gründen fern. Sie sollen jetzt zum nächsten Verhandlungstag am Montag aussagen.

Vor allem will das Gericht klären, ob die beiden Angeklagten vom 21-jährigen Opfer provoziert wurden. Angeblich soll der bei einem Sicherheitsunternehmen beschäftige Mann die beiden Somalier zuvor mit ausländerfeindlichen Äußerungen beleidigt haben. Es sollen Worte wie "Nigger" und "Fuck you black" gefallen sein. Darauf hätten die beiden Angeklagten reagiert und sich verteidigt.

Die Tat haben die 26 und 21 Jahre alten Afrikaner gestanden. Für den Hauptangeklagten Ibrahim H. könnte eine Verurteilung ernsthafte Folgen haben. Er ist wegen gefährlicher Körperverletzung bereits drei Mal vorbestraft.

Ob er allerdings abgeschoben werden kann ist offen und gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. Dazu müsste Somalia mitspielen. Doch in dem afrikanischen Staat ist derzeit niemand bereit den Mann aufzunehmen, wie Oberstaatsanwalt Holger Illing sagte. Das Urteil wird frühestens für Mitte kommender Woche erwartet. fdf