Tanz an Quelle des Lebens

Ein großer Lehrmeister ist die Natur. Wasser, als Quelle des Lebens ist Teil davon. Junge Menschen aus aller Welt widmen sich beim Global Water Dances 2021 dem Thema Wasser mit künstlerischen Initiativen. Absolventen des Gymnasiums Markneukirchen waren unter künstlerischer Leitung von Christine Schramm dabei.

Markneukirchen Auch Regen gehört zum natürlichen Kreislauf der Natur. An einem idyllisch gelegenen Waldsee im oberen Vogtland nutzen Absolventen des Gymnasiums Markneukirchen die Regenpausen, um mit einer Choreografie das Thema Wasser szenisch umzusetzen. Die Wasserfeen und Elfen wurden so Teil eines internationalen Projektes. Tanzproben fanden zuvor coronabedingt online statt. Per Videoschalte hatte sich Christine Schramm in die jeweiligen Zimmer der Tänzerinnen geschaltet und feilte gemeinsam mit ihnen an der Choreografie. Und auf ihre Ballettmädchen war Verlass. Trotz Schul- und Abistress waren ihre Schützlinge mit Enthusiasmus dabei. Entstanden ist bei den Dreharbeiten aus einzelnen Sequenzen ein sechsminütiges Video. Der Beitrag aus dem Vogtland fügt sich ein in das Global Water Dances Projekt, an dem auch Jugendliche und Profis aus Berlin, Thüringen, Polen, Portugal, England, Österreich, Tschechien, Griechenland, Spanien und der Slowakei teilnehmen.
Global Water Dances (GWD) feiert sein 10-jähriges Jubiläum. In kulturellen Veranstaltungen soll dabei durch die universelle Sprache des Tanzes zu Aktionen und internationaler Zusammenarbeit zu Wasserfragen angeregt werden. Eine Gemeinschaft aus Umweltexperten und -organisationen, Künstlern, Tänzern und Choreografen soll entstehen. Die normalerweise an einem Tag im Jahr weltweit an verschiedenen Orten stattfindende Aufführung einheitlicher oder individueller Choreografien wurde im Jubiläumsjahr auf eine ganze Festivalwoche ausgedehnt. Das besondere Interesse der GWD 2021 gilt innovativen Umweltideen. Vorgesehen war ursprünglich eine Live Performance im Sommer in Weimar. Darauf hatten sich die Ballettmädchen aus Markneukirchen schon mächtig gefreut. Schließlich fielen coronabedingt bereits einige ihrer Musicalvorstellungen 2020 quasi ins Wasser. Wegen der pandemiebedingten unklaren Planung wurde im Frühjahr 2021 allen Choreografen, die keine Live Performance zeigen können, die Möglichkeit eröffnet, ihre Arbeit vorab aufzuzeichnen und in einer Video-Performance zu präsentieren. Marlies Dähn