"Tafelgärten" blühen auf

Obst und Gemüse aus dem Garten frisch auf den Tisch als Maßnahme des Jobcenters ist Inhalt eines Pilotprojektes, das in der Kleingartenanlage Naturheilverein an der Bertrand-Roth-Straße startete.

Plauen Aus drei kleinen verwilderten Gärten wurde ein großer gemacht, in dem sich Beete und Bäume aneinander reihen. Darin steckt bereits im Vorfeld viel Arbeit, denn alles musste aufbereitet werden. Die Rekultivierung wurde vorbereitet, Blumenbeete angelegt, Obst und Gemüse gesät, gepflanzt und entsprechend gepflegt. Dafür sind sechs Personen vom Jobcenter über das sogenannte AGH, Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, eingesetzt.
Außerdem werden die geernteten Lebensmittel zur Ausgabe bei der Tafel vorbereitet. Bei den Arbeiten in den Tafelgärten soll die Versorgung der bedürftigen Bevölkerung mit frischem Obst und Gemüse verbessert werden. Auf insgesamt 600 Quadratmetern sind inzwischen Tomaten, Salat, Bohnen, Radieschen und noch einige andere Gemüsesorten zu finden. Während in anderen Regionen solche "Tafelgärten" schon länger existieren und betrieben werden, ist das in Plauen neu. Mehrere Kleingartenanlagen haben sich dafür beworben. Ob sich das Projekt noch in andere Sparten ausweiten lässt, ist noch offen. Gerd Steffen, Geschäftsführer des Regionalverbandes Vogtländischer Kleingärtner, präsentierte den Garten vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit und sprach bei der Bürgerwerkstatt "Stadtgrün" über Sinn und Umsetzung. Die Veranstaltung fand innerhalb der Spitzengenusswoche statt. Zweimal im Jahr gibt es Zusammenkünfte der Bürgerwerkstatt, bei denen Projekte oder Ergebnisse vorgestellt werden. Ziel ist es, sich aktiv bei der Gestaltung der Stadt einzubringen, das Wohnumfeld schöner zu gestalten, Grünflächen zu pflegen und sich ein Stück für die Natur einzusetzen. röss