Syrau: Bürger verlangen Aufklärung

Rosenbach/Syrau - Die Information von Ortsvorsteher Jens Mantel, dass es zur Hackschnitzelheizung für das Syrauer Neubaugebiet keine Neuigkeiten gebe, löste den Unmut der anwesenden Bewohner aus.

Sie wollten wissen, welche Verbesserungen eine solche Beheizung bringe. "Gegenwärtig", so erklärte Bernd Wohlrab, "kann man ein Vollbad nehmen, wenn man zusätzlich einen großen Topf kochenden Wassers zur Verfügung hat. Das warme Wasser hatte bis zur Legionellenprüfung im Regelfall eine Temperatur von bis zu 45 Grad." Brigitte Riedel und Birgit Karge ergänzten: "Maximal lassen sich in den Wohnungen 19 bis 20 Grad erreichen, wenn es draußen kalt wird." Da tauchte die Frage auf, ob denn die Heizkörper zu klein sind und welche Verbesserungen da eine Umstellung des Heizmediums bringen soll. Vom nicht gewünschten Standort einer solchen Lösung ganz abgesehen.

Die mangelhafte Beheizung der Wohnungen öffnete das Ventil zur umfassenden Kritik an der betreibenden Wohnungsbaugenossenschaft Syrau (Wobau): So sei es nicht möglich, zu Beanstandungen Auskünfte zu erhalten, weil Sprechstunden durch die Wobau für die Mieter trotz mehrfacher Forderungen des Ortschaftsrates bisher nicht eingerichtet wurden. Die Dichtheit der Fenster sei seit Jahren mangelhaft, die Nebenkosten sind nicht in ausreichendem Maß nachvollziehbar, weswegen man sich an den Mieterbund gewandt habe. Der sehe in den durch die Wobau übergebenen Informationen für die Mieter erhebliche Mängel. So sei es zum Beispiel nicht vertretbar, notwendige Nachkontrollen zur Prüfung auf Legionellen auf die Mieter umzulegen.

Der Ortschaftsrat wird zur Beantwortung der dringendsten Fragen außer den Bürgern auch den Geschäftsführer der Wobau, Jens Anstadt, und den Bürgermeister Achim Schulz zur nächsten Beratung des Ortschaftsrates am 7. Januar 2014 einladen. jpk