Sympathiewelle für Gerd Köhler

Die Entscheidung der Stadt, einen neuen Weihnachtsmann für den diesjährigen Weihnachtsmarkt zu engagieren, stößt bei vielen Plauenern auf Unverständnis und Enttäuschung. Besonders im Internet wird derzeit heiß über den Wechsel diskutiert.

Plauen - Für viele Plauener ist Gerd Köhler der einzig "wahre" Weihnachtsmann. Er verkörpere gerade mit seinem richtigen Rauschebart die Rolle des Knecht Ruprecht wie kein anderer, heißt es in Kommentaren auf unserer Fanseite im sozialen Netzwerk Facebook.

Seit Bekanntwerden der Neubesetzung am Dienstag im Vogtland-Anzeiger wurden bereits mehr als 100 Kommentare verfasst. Viele können die Entscheidung der Stadt, nach so vielen Jahren Mario Martin ins Kostüm des Weihnachtsmannes zu stecken, nicht nachvollziehen und sind enttäuscht. Eine regelrechte Sympathiewelle für Gerd Köhler wurde losgetreten. "Es sei sehr schade" und "kaum zu glauben". "Köhler müsse bleiben", "die Kinder lieben ihn" oder "die Behörden würden völlig unsinnig entscheiden" ist unter anderem auf der Facebook-Seite unserer Zeitung zu lesen.

Einige würden Mario Martin die Figur des Weihnachtsmannes auch nicht zu trauen, heißt es. Für den 41-Jährigen ist es nicht die einzige Aufgabe auf dem Plauener Weihnachtsmarkt. Martin ist für die Beschallungstechnik und die Musik auf dem Markt verantwortlich, außerdem spielt er einmal in der Woche den Sandmann. Beides wird er auch weiterhin ausüben, sagt er.

Gerd Köhler wollte sich zunächst noch nicht zu der Neubesetzung äußern, die bereits im Mai entschieden wurde. Köhler war Jahrzehnte Plauens Weihnachtsmann. Die Nachricht wenige Tage vor der Eröffnung des diesjährigen Weihnachtsmarktes kam für viele überraschend. Die Stadt will dem größten Markt der Region mit der Neubesetzung neue Impulse geben. Ein Generationswechsel soll eingeleitet werden, so Baubürgermeister Manfred Eberwein. mar

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