Suzi live, Freddy in memoriam

Gleich zweimal binnen 24 Stunden präsentierten sich die grauen Klappsitze des Parktheaters am Freitag und Samstag bestens gefüllt. Während am Freitag Rockröhre Suzi Quatro als Original die Reminiszenz in alte Zeiten wagte, coverten am Samstag die Musiker auf der Bühne die Rock-Legenden von "Queen".

Von Ingo Eckardt

Plauen Das Publikum an beiden Abenden war erstaunlich gemischt - bei weitem schwelgten nicht nur Oldies in den alten Zeiten, gerade am Samstag waren auch zahlreiche junge Leute anwesend, die dem unsterblichen Queen-Sound huldigten.
Am Freitag ließ es die 69-jährige Rock-Oma vor einem Publikum, das nicht nur aus dem Vogtland, sondern auch aus Ostthüringen und Oberfranken kam, gewaltig scheppern. Klangen die ersten Lieder noch ein wenig kratzig, sang sich die Lady nach und nach ein und als sie mit einem ihrer Bandmitglieder den 1978 veröffentlichen Duett-Smashhit "Stumblin in" (damals mit Smokie-Stimme Chris Norman) intonierte, war die bekannt schmelzige Stimme wieder perfekt. Mit diesem Song spielte sie in Deutschland und den USA immerhin Goldstatus ein und bis heute ist das Lied ein wunderbar balladenhafter Rock-Klassiker. Hits wie "Can the Can", "48 Crash", "Daytona Demon" und weitere Knaller folgten, bevor die Dame eine kurze Pause einlegte. Danach wurde eine weitere Stunde gerockt, was einmal mehr bewies, dass Rockmusik augenscheinlich jung hält.
Ein wenig anders verhielt es sich am Samstag, als man in Tribut an den viel zu früh im Jahr 1991 verstorbenen Bandleader Freddie Mercury eine "Queen Night" auf die Parktheaterbühne stellte. Die Fans strömten in Scharen herbei - sicher auch im Eindruck des erst jüngst im Kino gezeigten Streifens "Bohemian Rhapsody". Unter dem Titel "The Queen Night" zeigte man die musikalische Erfolgsstory der Gruppe von den Anfängen bis zum Tod von Freddie Mercury auf. Erstklassige Künstler präsentierten eine faszinierende Bühnenshow rund um einen rockmusikalischen Mythos, wenngleich der Einsatz eines Keyboarders einmal mehr zeigt, wie qualitativ hochwertig das Original unterwegs war. Denn das Original kam bis zuletzt ohne dieses Leading-Instrument aus. Dabei hat der einzigartige Frontmann der "Queen Night" eine verblüffende Ähnlichkeit mit seinem Vorbild und beherrschte durchaus dessen Stimmspektrum. Zumindest wenn es rockig und rau wurde, hatte der geneigte Besucher das Gefühl, Freddie Mercury stünde leibhaftig auf der Bühne. Bis ins letzte Detail stimmten interpretierte Songs und Requisiten überein. Faszinierende Lichteffekte brachten die phantastische Atmosphäre der legendären Queen-Konzertshows zurück. Hit um Hit erzählten die Tribute-Musiker von den Stationen der Mega-Stars. Von "Radio Gaga" über "Another one bites the Dust" bis "We Are The Champions", von "Don't Stop me now" bis "We Will Rock You", "It's A Kind Of Magic" und zur legendären "Bohemian Rhapsody" reichte das Spektrum der präsentierten Hits, die viele Besucher nach fast drei Stunden Konzertgenuss beschwingt ins abendliche Plauen entließ - immer im Gedanken daran, wie das wohl wäre, wenn Freddie noch höchstselbst auf der Bühne stehen würde.