Supernova mit Superläufern

Erneut zeigt sich Klasse - aus elf Ländern sind Meister ihres Faches oder Platzierte, sogar EM- und WM-Teilnehmer in der Crew der diesjährigen "Holiday on Ice"-Show vereint. Einmal mehr beweisen sie auch ohne Wertungsrichter, wie sportliche Leistung und Eleganz harmonieren.

Von Udo Hentschel

Zwickau Mittlerweile seit 2002 strömt das Publikum zu "Holiday on Ice" in die Zwickauer Stadthalle. Nunmehr zum 19. Mal ist es nicht anders. Nicht zu vergleichen mit den inzwischen 76 Jahren, als 1943 in einem Hotel im amerikanischen Toledo die Idee dieser Eisrevue entwickelt wurde. "Supernova" lautet der Titel der diesjährigen neuen Show. Als Supernova wird ebenfalls der Kreisel aller Beteiligten bezeichnet, den es natürlich auch diesmal zu sehen gibt. In kleineren Teilen zu sechst oder acht sogar mehrfach im Programm.

Erzählt wird die Geschichte eines jungen Paares. Während dessen Verlobungsfeier kommt ein Schneesturm auf - es schneit tatsächlich in der Stadthalle - , der es in die Weiten des Kosmos transportiert. Dort gibt es Begegnungen mit seltsamen Wesen. Bewegliche weiße über Drahtgestelle hergestellte Pappmachés werden von den Akteuren fliegend dargestellt hoch über der Eisfläche schwebend übers Areal gefahren.

Letztendlich landet das Paar doch dank einer farbenprächtigen galaktischen Explosion - einem kleinen emotional mitreißenden "Silvester" samt Fontänen, zuckenden Flammen und weiteren Effekten - wieder auf der Erde. Eine schöne Geschichte, allerdings nicht immer klar nachvollziehbar. Gigantisch hingegen die Einspieler auf der fast zwanzig Meter breiten und etwa acht Meter hohen Wand.

Von einer perfekt projizierten Winterlandschaft samt Iglu und Jurte über Sternbilder, die zum Greifen nahe scheinen, bis hin zu kosmischen Reisen mit Kometenregen und tanzenden Sternschnuppen.

Die Kostüme sind, im Vergleich zu den Shows der letzten Jahre, nicht unbedingt "supernova"-mäßig. Dafür brilliert diese Reise zu den Sternen mit sehr viel Eiskunstlauf und Eistanz sowie Trapez-Nummern. Sowohl die sechs Hauptdarsteller als auch der Rest der Crew - insgesamt stehen 37 Eisläuferinnen und Eisläufer auf dem Eis - stellen einmal mehr unter Beweis, dass sie die Kufen beherrschen. Auch wenn es hier und da mal eine ungewollte Berührung mit dem Untergrund gibt. Das Publikum verzeiht dies zunächst mit einem Seufzer und anschließendem aufmunternden Beifall. Den gibt es auch auf offener Szene für die vielen gelungenen Aktionen. Die Sterne bei "Supernova" sind wahrlich die Akteure auf dem Eis. Eine Tanz-Revue ganz ohne Schnickschnack und großer Turbulenz. Mal solistisch, mal im Duett, mal in aufeinander perfekt abgestimmten Gruppen oder synchron mit allen Beteiligten.

Noch zu sehen am Wochenende und letztmalig am Montag um 16:30 Uhr. Restkarten sind an der Tageskasse erhältlich.