Süßebach jetzt mit Biogas-Wärmeversorgung

Großer Bahnhof gestern am Neubaublock von Süßebach und in Eichigts Agrofarm 2000. Hier hat Bernd Glaß, Geschäftsführer der Oelsnitzer Oewog, mit der Öffnung eines Schiebers die Versorgung von 36 Süßebacher Wohnungen mit Wärme und Warmwasser in Betrieb gesetzt.

 

Uwe Hergert, Klimaschutzexperte im Landratsamt des Vogtlandkreises lobte: "Absolut sinnvoll. Warum Wärme in die Luft pusten, wenn ein ganzes Dorf damit versorgt werden kann." Die Kohlendioxid ausstoßende Ölheizung des Neubaublocks dient ab sofort nur noch als "eiserne Reserve". Nicht nur die Umwelt wird es freuen, sondern die Mieter auch. Deren Heizkosten werden sinken. Der Preis richtet sich nach dem aktuellen Gaspreis der Oelsnitzer Stadtwerke - immer 30 Prozent darunter.

Laut Klaus Rank, Geschäftsführer der Agrofarm 2000, belaufen sich die Investitionen des Landwirtschaftsbetriebes auf etwa 145 000 Euro. Ziel sei es, weitere Häuser in Süßebach an die Biogas-Wärmeversorgung anzuschließen. Die Kapazität der Anlage sei ausreichend, Leitungen für weitere Häuser bereits geplant. Im Frühjahr nächsten Jahres lockt ein Tag der offenen Tür. Danach könne der Anschluss weitere Häuser vorbereitet werden.

Im Vorfeld hatte Eichigts Bürgermeister Christoph Stölzel die Süßebacher in einem Anschreiben über die Möglichkeit der Versorgung mit Biogas-Wärme informiert. Seinen Worten nach besteht "großes Interesse." Auch Dr. Solveig Trompelt, Leiterin des Landwirtschaftsamtes Plauen, schätzte das Engagement der Agfrofarm für Klimaschutz als "vorbildlich"? ein. Biogas sei für die derzeit ums Überleben kämpfende Betriebe ein nicht zu unterschätzendes Standbein.

Der Süßebacher Neubaublock ist im Besitz einer Eigentümergemeinschaft, die Mehrzahl der Wohnungen gehören der Gemeinde Eichigt. Verwaltet wird die Immobilie von der Oewog. Nach Besichtigung der hochmodernen Anlage haben Agrofarm-Chef Klaus Rank und Oewog-Geschäftsführer Bernd Glaß den Vertrag zur Lieferung von Wärme feierlich unterzeichnet.  sc