Südvorstadt: Einige Kritikpunkte abgehakt

Das Interesse der Bürger an der Auswertung der Ortsbegehung in der Südvorstadt war nur gering.

 

Viele Probleme, über die sich die Bürger in der Plauener Südvorstadt beschwerten, seien innerhalb der vergangenen Wochen beseitigt worden, resümierte Baubürgermeister Manfred Eberwein am Dienstagabend zur Einwohnerversammlung und Auswertung der Ortsbegehung vom 8. September. In Vertretung des Oberbürgermeisters sprach er mit Unterstützung von weiteren Vertretern der Stadtverwaltung, der Straßenbahn, der Wohnungsbaugesellschaft, der Polizei und des ZWAV zu den nur wenigen anwesenden Südvorstädtern. Lediglich ein gutes Dutzend Interessierte saß den fast genauso vielen Verantwortlichen im Speisesaal der Herbartschule gegenüber und lauschte den Antworten auf unzählige Bürgeranfragen vom Spätsommer.

So habe sich beispielsweise der Einwand, dass die Kühlanlage des ansässigen Einkaufsmarktes eine Lärmbelästigung sei, nach Messungen als unbegründet herausgestellt, was Umweltamtsleiterin Dr. Ilona Gogsch bestätigte. Unschöne Ecken die von Unkraut befallen waren, wurden gesäubert, die alten kaputten Kaugummiautomaten entfernt und marode Gebäude gesichert. Bauzäune sperren die Bereiche ab. Alle bekannten Eigentümer der teilweise stark zerfallenen Häuser wurden angeschrieben. Ein Großteil habe jedoch nicht reagiert. Manche seien im Ausland oder unbekannt verzogen. Ein Grundstück, das als inoffizieller Autofriedhof genutzt wurde sei bis auf einen Pkw beräumt worden.

 

Die kaputte Laterne an der Reinsdorfer Straße befindet sich allerdings noch immer in unverändertem Zustand. Gefahr gehe jedoch nach einer Prüfung nicht davon aus. Dass sie nicht umfällt, sondern lediglich einen optischen Mangel darstellt, bestätigt Jürgen Arzt vom Bauhof. "Wenn der Winter uns aus seinen Fängen lässt, dann wird die Lampe samt Mast erneuert", versprach Eberwein den Anwohnern.

Containerstellplätze wurden gesäubert und sind nun beidseitig begeh- und nutzbar. Die Fläche am Reuthübel wurde befestigt und kann nun auch bei schlechtem Wetter betreten werden. Das Regenwasser stellte jedoch dort weiterhin ein Problem dar. Das Vorhaben einen Entwässerungskanal zu verlegen, ist zwar von einem engagierten Bürger angetrieben worden, fand jedoch bei nur kaum der Hälfte Zustimmung. "So wird sich dort vorerst nichts ändern", bestätigt ZWAV-Chef Henning Scharch.

Auch für die Schlaglöcher am Touristenweg wird es wohl keine endgültige Lösung geben. Da der Weg unbefestigt ist, kann jedes Jahr nur kurzfristig ausgebessert werden. Dass Wasser in die Gärten läuft und die Autos über und in die Schlaglöcher krachen, damit werden sich die Kleingärtner weiterhin abfinden müssen.

Eine Erweiterung der Parkmöglichkeiten im Bereich der Volkshochschule wurde bereits zur Ortsbegehung ausgeschlossen. Auch der gewonnene Platz durch gefällte Bäume lasse das aufgrund gesetzlicher Vorgaben und Mindestbreiten nicht zu. "Es kann doch nicht sein, dass Herr Oberdorfer sich sagt - wir machen hier eine Volkshochschule rein und alle fahren mit der Straßenbahn hin", empörte sich ein Anwohner, der die tägliche Suche nach einer Parkmöglichkeit am Feierabend leid ist. Jedoch sieht Manfred Eberwein dort keine greifbare Lösung, da einfach freie Flächen fehlen.

So gaben sich die Bürger mal mehr mal weniger zufrieden mit den Ausführungen der Stadtverwaltung. Lediglich der unzureichende Winterdienst erhitzte alle Gemüter. sr