Stufen der Erinnerung

Am Haupteingang des Plauener Rathauses wird nach Abschluss der Sanierung an die Friedliche Revolution 1989 erinnert.

Plauen Der Haupteingang des Plauener Rathauses ist einer der zentralen Orte, an dem die Friedliche Revolution im Oktober 1989 ihren Anfang nahm - daran soll dauerhaft erinnert werden.
Ausgangspunkt dessen war eine Anfrage des ehemaligen CDU-Stadtrates Hansjoachim Weiß, der im Frühjahr ins Gespräch brachte, ob ein Teil der Mauer am Haupteingang als Mahnmal an die Ereignisse im Herbst 1989 erinnern könnte.
Die Chemnitzer Firma Iproplan Planungsgesellschaft GmbH hat jetzt einen entsprechenden Gestaltungsvorschlag unterbreitet. Dieser wurde von den Mitgliedern des Stadtbau- und Umweltausschusses mehrheitlich bei einer Stimmenenthaltung gebilligt.
Der Vorschlag sieht vor, die Stufen an der Haupteingangstreppe zu einem Monument der Friedlichen Revolution zu gestalten. "Die Stufen sollen symbolisieren, dass Schritt für Schritt und Stufe für Stufe die trennende Mauer in Deutschland zu Fall gebracht wurde," heißt es in der Beschlussvorlage. Die Dramatik der Ereignisse am 7. Oktober 1989, bei der sich die Demonstranten gegen die DDR-Staatsmacht behaupteten, sollen zudem mit einem historischen Fotodruck auf einer Glasgedenktafel dauerhaft sichtbar werden.
Geprüft wurde auch, ob ein Teil der Original-Mauer erhalten werden könnte. Das wäre nur möglich, indem ein Teil der Mauer am Ende der Treppe in Richtung Marktstraße wieder errichtet werden würde. Diese Variante wurde aber von der Verwaltung nicht favorisiert, so Axel Markert von der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV). Die Gestaltung würde eher an eine "Parkbank" erinnern". Das sahen die Stadträte aller Fraktionen genauso und entschieden sich für den von der Stadt und dem Planungsbüro eingebrachten Vorschlag. MW