Streik in Reichenbacher Paracelsus-Klinik geht weiter

Der Streik des nichtärztlichen Personals in der Reichenbacher Paracelsus-Klinik geht weiter. Am Dienstag  waren die Streikenden zusammen mit Gewerkschaftssekretärin Simone Bovensiepen sogar zur Konzernzentrale nach Osnabrück aufgebrochen, um dort ihre Forderungen kund zu tun und der Konzernleitung die Situation in Reichenbach zu erklären.

Im Wesentlichen geht es bei dem Streik um die Angleichung der Löhne innerhalb der sächsischen Paracelsus-Kliniken. Wie Bovensiepen am Abend berichtet, hätten die Streikenden mit lauten Pfiffen, mitgeführten Plakaten und Transparenten in Osnabrück auf ihre Situation aufmerksam zu machen versucht. Erfreut äußerte sie sich darüber, dass Kollegen aus Osnabrück offen ihre Solidarität gegenüber den Vogtländern gezeigt hätten.

Bei einem etwa halbstündigen Gespräch hätten die Herren von der Konzernleitung versichert, in Kürze ein verbessertes Ergebnis vorlegen zu wollen. Derzeit sei man am Rechnen, was machbar sei, habe man den Streikenden gesagt. Wann die neuen Zahlen allerdings auf dem Tisch liegen, sei weiterhin unklar. "Zeitnah", sagt Simone Bovensiepen, "war die einzige Aussage".

Deswegen, kündigt sie an, werde der Streik in Reichenbach weitergeführt bis der Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Daran beteiligen sich zeitweise bis zu 120 Mitarbeiter, so dass das Krankenhaus der Neuberinstadt seit Tage auf Sparflamme fahren muss. Laut Gewerkschafterin sei eine Notversorgung aber gewährleistet. Auch Not-Operationen würden durchgeführt.    ina