Straßenbahnfahrt für den VFC Plauen

Der insolvente Fußballverein VFC erfährt zunehmend Solidarität und Zuspruch. Auch am Samstag, als Fans eine Aktion mit der Straßenbahn starteten.

Plauen - Samstag am Tunnel. Punkt 14 Uhr bimmelte Fahrer Ronny Grahn zur Abfahrt seiner historischen Skoda-Bahn, die sogleich elegant langsam loszuckelte. Mehr als 40 Gäste, junge, ältere fuhren mit Richtung Plamag. "Das ist eine Benefizfahrt für unseren VFC, den wir unterstützen wollen", sagte Initiatorin Dagmar Nauruhn. Ihre Idee war es, Geld zu sammeln durch Straßenbahnfahren und einer kleinen Grillaktion an der Endhaltestelle.

Nach 20 Minuten Fahrt in der alten Bahn, ein wunderschönes Exemplar aus den 1960ern, kamen die Freunde des VFC am Ziel an, dort hatten weitere Mitstreiter einen Pavillon aufgebaut und einen Grill, an dem Grillmeister und VFC-Fan Reiner Förster schon ordentlich Roster aufgelegt hatte. Die Fahrgäste stiegen aus der Bahn und hatten alsbald gut zu essen und zu trinken. Gespräche wurden eifrig geführt, über Fußball, über den VFC, wie es soweit kommen konnte, wie es weitergehen könnte.

Und es schwang durchweg Bedauern und zugleich eine gewisse Kampfeslust mit. "Wir geben den VFC nicht auf, es wird keine zehn Jahre dauern bis der Verein wieder obenauf ist", meinte Tim Beyer. Auch Initiatorin Nauruhn empfand so. "Ich denke, wir kommen wieder. Jetzt müssen erstmal kleinere Brötchen gebacken werden", so die VFC-Enthusiastin, die die Aktion organisierte und dabei zuverlässige Partner fand. "Ich bin einfach zum Metzger Eisenschmidt, zum Bäcker Kropfgans und zur Sternquell-Brauerei, die alle zusagten und die Waren zur Verfügung stellten, Danke ihnen noch mal", so die junge Frau, die weiter am Ball bleiben wird, damit der VFC erhalten bleibt.

Nach einer guten Stunde war die letzte Roster gegessen, der Glühwein alle und die Leute zufrieden, Fahrer Grahn bimmelte erneut, auf zur Rückfahrt in die Stadt. Und 800 Euro befanden sich in der Benefizkasse, das Geld wird dem VFC in diesen Tagen übergeben. fb