Straßenanlieger äußern Unverständnis

"Das ist so, als wenn man Geld verbrennt", sagt Peter Militzer, Anwohner der Rodauer Straße in Kornbach, über das Vorhaben, Winterschäden mit Hilfe eines Teiles der für Mühltroff dazu vom Freistaat zur Verfügung gestellten 12 762 Euro Zusatzmittel zu beseitigen.

Nachbarin Ramona Heuschkel sieht das auch so: "Wir warten seit Jahren auf die Instandsetzung der Straße. Die Schäden sind keineswegs im letzten Winter entstanden. Mit kleineren Ausbesserungen ist nichts getan und bestenfalls läuft uns dann noch das Regenwasser ins Grundstück."

Auf die Maßnahme vorbereitet haben sich die Anwohner dadurch, dass sie ihre Zäune behelfsmäßig verkleidet haben, um Schäden zu vermeiden. Am Montag sei ein Mitarbeiter der Baufirma vor Ort gewesen, der auf die Frage nach einem Messprotokoll für die Arbeiten unverrichteter Dinge wieder wegfuhr, berichtet Militzer. Er selbst hat vom Bauamt den kurzfristigen Auftrag erhalten, vor Beginn der Straßenarbeiten vor seinem Grundstück eine Entwässerungsrinne anzulegen, um das Oberflächenwasser abzuleiten.

Die Rodauer Straße dient außer der Erreichbarkeit einiger Wohngebäude nur zur Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und wird von Großlastfahrzeugen befahren, welche Notausbesserungen rasch gegenstandslos machen würden, sind sich die Anwohner sicher. Zur Straße gehörende Seitenstreifen sind Flächen privater Eigentümer, die erwartet hätten, im Vorfeld über die Maßnahmen informiert zu werden.