Straftaten in Plauen über Landesdurchschnitt

Südwestsachsen ist die Region mit der niedrigsten Kriminalitätsrate. Die sichersten Gemeinden im Vogtland sind Neustadt, und Mühlental. Viele Straftaten gibt es in Plauen.

Plauen/Zwickau - Die Polizeidirektion Zwickau registrierte im vergangenen Jahr 32 853 Straftaten und damit genau 100 weniger als 2013, heißt es in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Mit 19 518 Fällen wurden demnach 670 mehr aufgeklärt. Damit stieg die Aufklärungsquote auf 59,4 Prozent. Die nach Zahl der Straftaten sicherste Gemeinde ist Neustadt (803), gefolgt von Oberwiera (954) und Mühlental (977). Eine deutlich höhere Kriminalität gebe es in Meerane (8152 Fälle) und Zwickau (8653. Plauen liege sogar mit 11 134 Straftaten als einzige Stadt in der Region über dem Landesdurchschnitt (8086).

Während die Eigentumskriminalität im Vergleich zum Vorjahr zurückging, unter anderem der Diebstahl aus Wohnungen aus Fahrzeugen sowie der Auto-Diebstahl, gab es andererseits einen deutlichen Zuwachs von Betrug im Zusammenhang mit Sozialleistungen, so die Polizei.

Zugenommen habe auch die Zahl von Rauschgiftdelikten. Entgegen des sächsischen Trends sei aber der Anstieg dieser Delikte nach Cannabis-Missbrauch höher als bei Crystal. Ein Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Eigentumskriminalität und der Ermittlungsarbeit der Polizei sei im Vogtland zu erkennen. Hier kam es 2013 und 2014 zur Verhaftung mehrerer Drogenabhängiger, die sich auf Eigentumsdelikte "spezialisiert" hatten.

Die Kriminalität in der Grenzregion sei laut Statistik im Gegensatz zum Sachsen-Trend leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr und zeigt eine Aufklärungsquote von 62,8 Prozent. Konstant geblieben sei die Zahl der männlichen Tatverdächtigen. Hingegen sei der Anteil an Ausländern sowie Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren leicht angestiegen. Die Polizei lobt die Mitarbeit der Bevölkerung bei der Aufklärung von Straftaten. va