Straffes Programm für Ministerpräsident im Vogtland

Ministerpräsident Michael Kretschmer weihte gestern das neue Bürogebäude von Goldbeck in Treuen ein. Zuvor war er in Schöneck und Oelsnitz.

Treuen - Das Treuener Bauunternehmen Goldbeck hat gestern sein neues Bürogebäude an der Herlasgrüner Straße eingeweiht. Für neun Millionen Euro ist am Ortseingang ein dreigeschossiger Bau mit knapp 5000 Quadratmeter Nutzfläche entstanden. "Es war eng geworden bei uns am Stammwerk. Mit dem Neubau hat sich die Situation schon spürbar entspannt", sagte Geschäftsführer Lars Luderer, der nun auch mit der Werksleitung ins Bürogebäude umgezogen ist. Zudem entstand Platz für Projektanten und Ingenieure, für die Personalabteilung und die Gebäudetechnik. Und bei Bedarf kann der Neubau weiter wachsen. Schon jetzt seien 50 Neueinstellungen möglich. Gesucht werden Planer, Bau- und Projektleiter. Klar, dass eines der deutschlandweit führenden Bauunternehmen seinen Erweiterungsbau auch selbst in die Hand nimmt. Ministerpräsident Michael Kretschmer konnte sich beim Rundgang, dem sich auch zahlreiche Gäste anschlossen, von den hochmodernen Arbeitsplätzen überzeugen. Auch virtuell über Datenbrille war dies möglich. Überhaupt spielt die Digitalisierung beim Bauen schon jetzte eine große Rolle. Zuvor gab es für Kretschmer eine Stippvisite bei der Paracelsus Klinik Schöneck. Sachsen diskutiere aktuell die Landarzt-Quote, ließ Kretschmer wissen. "Geld ist da, aber es gibt Abwehrkämpfe," so Kretschmer. Es liege an Organisationen und Kassenärztlichen Vereinigungen. In Chemnitz künftig Mediziner auszubilden sei auf gutem Weg. Schöneck könne man hier gut einbinden. Sachsen arbeite am Bettenplan für Krankenhäuser im Ländlichen Raum. Laut Kretschmer wollen junge Ärzte eher angestellt sein.

 Kämpferisch als "Überzeugungstäter" für den ländlichen Raum zeigte sich der Ministerpräsident bei seinem Besuch in der Firma Bang Kransysteme im Industriegebiet Taltitz. Er kam auf Einladung seines CDU-Parteifreundes Mario Horn. th/mad/wö