Stolpersteine in Reichenbach gegen das Vergessen

Acht von neun Stolpersteinen sind am Dienstag in Reichenbach vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt worden. Die Steine erinnern an das Schicksal deportierter und ermordeter Juden, die in der Neuberinstadt gelebt haben.

Der erste Stein ist Johannes Frank gewidmet. Die Firma des Geschäftsinhabers wurde zwangsverkauft. Nach der Deportation 1943 wurde Johannes Frank am 11. Februar 1943 in Auschwitz ermordet. Gedenksteine erhielten auch Arthur Bohm, Martin Frey, Sofie Frey, Dr. Albrecht Beutler, Flora Beutler, Elisabeth Beutler und Elisabeth Beutler. Der neunte Stein für Isidor Beutler, wird im Jahr 2012 nach Fertigstellung des Straßenbaus an der Dr. Külz-Straße eingelassen.

Ein Stolperstein kostet 100 Euro. Bereits drei Tage nach der Stadtratssitzung im September, in der über die Verlegung der Gedenksteine informiert wurde, waren für alle neun Steine Paten gefunden. Sie übernehmen die Kosten und erhalten im Gegenzug eine Urkunde. Oberbürgermeister Dieter Kießling legte gestern eine weiße Rose nieder. Foto: vub