Stollen auf der Zunge

Durch 32 Stollen und einige Pfefferkuchen aus 17 vogtländischen Backstuben kostete sich Stollen- und Brot-"Papst" Michael Isensee (Mitte) am Dienstag, um hernach dem weihnachtlichen Gebäck 26 Gold- und 6 Silbermedaillen zu verleihen - so das Ergebnis. Erstmals blieben Prüfer und Bäckermeister - diesmal in den Räumen von Vogtlandradio - unter sich. Coronabedingt blieb das Publikum, das sonst gern dem Stollenpapst beim Verkosten zusah und mit dem Bäcker des Vertrauens Backgespräche führte, außen vor. "Vogtländischer Stollen ist immer gut gefettet und gut gepuderzuckert", streicht Isensee die regionale Gebäck-Besonderheit heraus. Er muss es wissen: In sechs vorweihnachtlichen Wochen ist der Prüfer vom Deutschen Brotinstitut bei Bäckerinnungen zwischen Rennsteig, Dichterstadt Weimar, Leizpziger Land und Vogtland unterwegs. Nacheinander weg ließ sich Isensee vom Plauener Bäckermeister Torsten Aust (rechts) fette Stücke von Original vogtländischem Weihnachtsstollen, Mandel-, Mohn- und Quarkstollen abschneiden. Darunter Proben der Bäckermeister Hardy Baumann aus Reuth, André Knüpfer aus Herlasgrün, Voker Wunderlich aus Schreiersgrün, Tobias Frisch aus Grünbach, Roman Wunderlich aus Oelsnitz (hinten von links) und auch von Innungsmeister Jörg Schürer aus Muldenhammer. cze