Stiftung wird Mäzen für Adler-Kunstwerk

Das Plauener Kunstwerk der Künstler Karl-Heinz Adler und Friedrich Kracht hat in der Wüstenrotstiftung einen spendablen Mäzen gefunden. Die Restaurierungskosten zwischen 100 000 und 150 000 Euro wird die in Stuttgart ansässige Firma voll übernehmen. Die Stadt Plauen bezahlt dabei keinen Cent. "Für Wüstenrot ist das Kunstwerk ein Leckerbissen", bestätigte gestern Stiftungs-Geschäftsführer Philip Kurz (Foto) beim Vororttermin am Rathaus. Beiderseits des Eingangs hatte es 1975/76 dort seinen Platz gefunden und scheidet seitdem die Geister, Geschmäcker und Meinungen. Dem im Volksmund als "Geisterbahn" betitulierte Werk bescheinigen Denkmalschützer heute eine hohe künstlerische und kulturpolitische Wertigkeit. Es sei eines der wenigen abstrakter Bildwerke, die als "Kunst am Bau" in DDR-Zeiten inmitten vorherrschender Werke im Stile des sozialistischen Realismus entstanden. Das Besondere an dem Werk sei die von Adler und Kracht entwickelte Technik, auf der die abstrakt-geometrische Wandgestaltung aufgetragen wurde, so Philip Kurz. Die Künstler ließen sich die Technik Strukturwand aus Formbeton patentieren. cze