Sternschnuppen über Vogtland

Die derzeitigen Nächte zählen zu den schönsten des Jahres - jedenfalls, wenn es um Sternschnuppen geht. Aus dem Sternbild Perseus huschen bis zu dreißig Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel. Dringen die Partikel in die Atmosphäre ein, leuchtet der Nachthimmel.

Allein der Samstagabend bescherte der Rodewischer Schulsternwarte 150 Beobachter dieses Himmelsphänomens. "Es war die intensivste Nacht des Kometenregens. Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet. Wir hatten nicht einmal Zeit, um Aufnahmen zu machen", erklärt Jochen Engelmann, Leiter der Rodewischer Sternwarte. "In den nächsten zwei Wochen können noch zahlreiche Sternschnuppen am nordöstlichen Nachthimmel beobachtet werden, wenn auch nicht mehr so viele wie am vergangenen Wochenende ", sagt Engelmann.

Der Ursprung der Perseiden liegt im namensgebenden Sternbild Perseus, weiß der Fachmann. Ursache des Phänomens ist der Komet "109P/Swift-Tuttle". Er zieht eine lange Spur aus Staub und Körnchen hinter sich. Auf dem Weg des Kometen um die Sonne kreuzt die Erde jedes Jahr im August dessen Bahn. Die Kometenteilchen dringen mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre und verglühen.