Steine der Erinnerung an Nazi-Opfer

Gunter Demnig verlegte vorige Woche den 40 000. Stolperstein - in Holland. Am Montag war der weltweit bekannte Künstler mit dem Krempenhut im Vogtland unterwegs, um sieben Männern ein steinernes Mahnmal zu setzen, die das Hitler-Regime in den Tod getrieben hatte - aus religiösen, ethnischen, politischen und anderen menschenverachtenden Gründen.

Die meisten Steine erinnern an Juden, in Süddeutschland oft an Euthanasie-Opfer, sagt Demnig. Auch die Steine für die vier Falkensteiner Kommunisten sowie die beiden Zeugen Jehovas und einen Juden in Auerbach setzte Demnig (rechts). OB Manfred Deckert legte eine weiße Rose nieder. Vor dem letzten Wohnort des Juden Harry Levy, in der Kaiserstraße 19 in Auerbach blinkt nun ein goldfarbener Stein. Angeregt vom Auerbacher FDP-Stadtrat Martin Treeck recherchierten die Elftklässler vom Goethe-Gymnasium über die drei Auerbacher Opfer. "Dass wir so viel rausfinden über Harry Levy, Erich Barthel und Alfred Seltmann hätten wir nicht gedacht. Über das große Interesse der Bevölkerung freuen wir uns", sagen die Schülerinnen Anna-Christin Pohland und Vanessa Pabel. In Falkenstein erwiesen vor allem die Mitglieder des Geschichtsverein "Max Hoelz" um Peter Giersich den vier ermordeten Widerstandskämpfern die Ehre. cze