Steht Spinnhütte Plauen vor Verkauf?

Die Plauener Spinnhütte GmbH ist nach Aussage des Insolvenzverwalters Andreas Schenk weiter auf der Suche nach einem Käufer. "Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren laufen. Wir sind guten Mutes, dass es in den kommenden Wochen bereits eine positive Entscheidung geben wird", hieß es am Montag aus der Kanzlei des Zwickauer Rechtsanwaltes.

Im September vergangenen Jahres hatte das traditionsreiche Plauener Unternehmen, das sich mit seiner Seiden-Produktion weltweit einen Namen gemacht hat, Insolvenz anmelden müssen. 45 Mitarbeiter waren davon betroffen. Überraschend wurde zum 30. April dem Geschäftsführer Christoph Löning, der immer an eine Zukunft für das Unternehmen glaubte, durch den Insolvenzverwalter gekündigt. Gemutmaßt wurde, dass ein Kaufinteressent diese Entscheidung herbeigeführt habe. Weder Löning noch Schenk wollten sich dazu äußern.

2008 hat das Unternehmen als Hersteller anspruchsvoller textiler Spezialitäten aus Seide, Polyester und Polyamid rund vier Millionen Euro umgesetzt und etwa 70 Prozent der Erzeugnisse ins Ausland verkauft. Durch den hohen Exportanteil hat die Plauener Spinnhütte die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise unmittelbar zu spüren bekommen.     M. T.