Star-Stern für Peter Maffay

Rockstar Peter Maffay erhielt einen Star-Stern auf dem "Boulevard der Humanität". "Er war sichtlich bewegt von dem überwältigenden Empfang im Fernweh-Park des kleinen oberfränkischen Örtchens Oberkotzau bei Hof.

Von Steffen Adler

Oberkotzau Obwohl der Termin seines Besuches geheim gehalten wurde, jubelten dem Rockstar, der vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag und sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte, viele Fans zu", berichtete Fernwehpark Initiator Klaus Beer. "Überhaupt ist Maffay wieder einmal in aller Munde. Sein inzwischen 19. Album "Jetzt" eroberte kurz nach der Veröffentlichung die Nummer 1 in den offiziellen Deutschen Album-Charts", fügt er an.
Ein Star-Stern auf dem "Boulevard der Humanität" des völkerverbindenden Friedensprojekts "Fernweh-Park" wurde Peter Maffay auf Grund seines unermüdlichen Einsatzes zur humanitären Hilfe am Nächsten, speziell für seine Arbeit an der Peter Maffay Stiftung und der Tabaluga-Kinderstiftung verliehen. Obwohl er rote Teppiche nicht sonderlich mag, schritt er darauf durch die exotischen Schilderreihen aus aller Welt, Asien, Neuseeland und Australien zu seiner rechten und den handsignierten Star-Tafeln des "Signs of Fame" linkerseits auf die Showbühne des Amphitheaters.
"Welcome, Bonjour Peter" sangen die Kleinsten aus dem kommunalen Kindergarten des Jutta-Gotthilfs Haus in Oberkotzau. Auch eine Klasse der Wunsiedler Hauptschule war eingeladen, die vor Jahren den Fernweh-Park als Pate ihres Schulprojekts "Schule gegen Rassismus, Schule mit Courage" gewählt haben.
In seiner Laudatio würdigte Fernwehpark Initiator Klaus Beer Peter Maffays große Hilfe am Nächsten. In den Tabalugahäusern der Peter Maffay Stiftung finden Kinder und Jugendliche aus Krisenregionen, traumatisierte mit sozialen Problemen, mit Gewalterfahrung, mit Trauerproblematik sowie chronisch schwer erkrankte und/oder Behinderte Hilfe.
Maffay ist zudem Namensgeber und Schirmherr der Tabaluga-Kinderstiftung. Durch diese wird Kindern umfassende Hilfe und Betreuung zuteil, bei schwerer Krankheit, Verlust des Elternhauses, dramatischen familiären Krisen aber auch bei körperlichem oder sexuellem Missbrauch. Kinder, die nicht mehr in ihren Herkunftsfamilien leben können, wachsen in familienähnlichen Wohngruppen in den Kinderhäusern in Tutzing, Schongau und Peißenberg auf, in einer zuverlässigen und emotional sicheren Umgebung. Bevor jedoch das rote Samttuch über dem Star-Stern gelüftet wurde, hinterließ Maffay seine Handabdrücke a lá Hollywood in einer hellgrauen Masse. "Dies hat er bereits im Jahre 2001 getan, als der Fernwehpark noch ganz jung war. Das Friedensprojekt wurde an einem magischen Datum ins Leben gerufen: am 9. November 1999, zehn Jahre nach dem Fall der Mauer, als öffentliches Zeichen für grenzenlose Freiheit und Völkerverständigung", hebt Klaus Bee hervor und fügt an: "Damals verwendeten wir wie in Hollywood richtigen Zement. Doch da gab es oft Schwierigkeiten, da dieser oft schon zu stark angezogen hatte, so dass der Star Mühe hatte, überhaupt noch rein zu kommen oder die Konturen verflossen wieder, wenn die Masse zu labberig angerührt war. Jetzt haben wir einen speziellen Ton, der gut verformbar ist und kaum Rückstände an den Händen bleiben.
Da man in Peter Maffays 20 Kilogramm schwerem Betonblock von 2001 nur Fragmente seiner Finger sah, durfte er jetzt noch einmal Hollywood spielen." Der 50 Kilogramm schwere Star-Stern für Peter Maffay, der aus verschiedenfarbigem Granit besteht und in dem sein Name in Gold schimmernden Messingintarsien eingelassen wurde, betrachte der Rockstar begeistert. Mit der Bitte, doch mal in die vielen Kameras zu blicken sagte er: "Lass ihn mir doch einmal richtig anschauen".
Und über seinen Antrieb Kindern und Jugendlichen zu helfen sagte der Rockstar: Kinder haben es nicht in der Hand, in welche Lebensumstände sie hineingeboren werden. Wir helfen Kindern, die in Not geraten sind." Zugleich widmete er den Stern auch seinen Mitarbeitern der beiden Stiftungen. "Ich bin nur der Kleine, den die immer nach vorne schieben" sagte er bescheiden. Doch die Star-Handabdrücke sind nicht nur Glimmer und Glamour wie in L.A., sondern das symbolische Heben der Hände gegen Rassismus und für eine friedvollere Welt sowie für Umwelt- und Klimaschutz. Bis zum heutigen Tag gaben über 400 Stars und bekannte Persönlichkeiten aus Musik, Film, Bühne, Sport und Politik gerne ihren Handabdruck. Die Star-Sterne, ähnlich in Hollywood, werden in limitierter Auflage nur an Stars vergeben, die sich in ganz besonderer Weise sozial engagieren. Bisherige Star-Stern Würdenträger sind Sarah Connor, Heino, James Last, Pierre Brice, Karlheinz Böhm, Hans-Dietrich Genscher und Henry Maske.