Stahlbrücke montiert

Zwei Brücken werden in Greiz erneuert/instand gesetzt, damit die Vogtlandbahnen zwischen Gera und Weischlitz rollen können. Ein Kran hob gestern 85 Tonnen an Ort und Stelle.

Greiz - Es geht um die Brücke über die Stavenhagenstraße in Greiz, unweit der Vogtlandhalle: Ein 500-Tonnen-Kran bugsierte ein riesiges Stahlteil auf die vorbereiteten Widerlager. "Eine Trogbrücke, 13 Meter lang und acht Meter breit", sagt Bauleiter Florian Flieger (28) von der Züblin GmbH, einem deutschlandweit aktiven Baukonzern, der das 85 Tonnen schwere Stahlteil in der Nähe von Wilhelmshaven an der Nordsee gefertigt hat.
Flieger zufolge waren die Stahlarbeiten am vergangenen Montag beendet, Dienstag begann der Schwerlasttransport (der nicht überholt werden kann) und eigentlich drei Nächte dauert.
"Wir sind vier Nächte unterwegs gewesen, weil die Polizei ab Hannover auf der A7 nur jeden zweiten Tag Transporte in den Süden erlaubt hat", erklärt Pascal Theen. Der 29-jährige saß am Steuer der vierachsigen Zugmaschine, die den Tiefbettauflieger mit zehn Achsen (alles Zwillingsreifen) gezogen hat. "Mit allen Zusatzteilen kann dieser Spezialauflieger 154 Tonnen laden, erreicht bis zu 40 Metern Länge und kostet schätzungsweise 300.000 bis 350.000 Euro." Theen gehört zu der in Hamburg ansässigen Spedition Thönen.
Die Bahnstrecke von Gera nach Weischlitz ist vom 11. Juni bis 5. September zwischen Berga und Greiz voll gesperrt. Die bauvorbereitenden Arbeiten hatten nach Angaben der Deutschen Bahn im März begonnen, das Bauende ist für den 31. Oktober geplant. Die Brückenbauarbeiten selbst finden von Juni bis September 2019 statt. Deutsche Bahn und Bund investieren hier rund zwei Millionen Euro.
Im genannten Zeitraum setzt die Deutsche Bahn auch die Eisenbahnbrücke über die Weiße Elster in Greiz instand. Die Kosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro.
Um die Sperrungen bestmöglich zu nutzen, werden Arbeiten auch am Wochenende durchgeführt. ufa