Stadtrat gibt grünes Licht

Nächster Schritt: Der Plauener Stadtrat segnete einstimmig das Gesamtkonzept "Modellkommune Plauen" ab. Dessen Wert: 50 Millionen Euro.

"Das ist ein Segen" - darin waren sich alles Stadtratsmitglieder einig. Ein Segen, dass die Spitzenstadt zur Modellkommune ausgewählt wurde und damit 50 Millionen Euro in den Städtebau - vor allem in den Plauener Süden - investieren kann. Aber auch dieses Geld lässt sich eben nur einmal ausgeben.


Die größten Brocken sind dabei der Bau der Dreifeld-Sporthalle am Lessing-Gymnasium und ein geplanter Anbau am Stadtbad Plauen unter Nutzung regenerativer Energien. Beide Projekte werden insgesamt mit über 30 Millionen Euro veranschlagt. Drittes "Schwergewicht" ist der "Sport-und Bildungscampus in der Ostvorstadt" (rund sieben Millionen Euro).


Neun Vorhaben zählen zur Priorität 1. Falls eines wegfällt oder (widererwartend) Geld übrig bleiben wird, gibt es einen Nachrücker. Und in dieser Kategorie sollte auch das Stadtbad fallen, wenn es nach dem Willen der Fraktion SPD, Grüne, Initiative geht. Benjamin Zabel begründete diese unter anderem mit möglichen Folgekosten. Dem widersprach Sportbürgermeister Steffen Zenner. "Wir brauchen einen Anbau dringend. Derzeit nutzen 200.000 Nutzer pro Jahr das Objekt - beim Bau wurde mit 85.000 kalkuliert. Wir können gar nicht alle Anfragen bedienen. Die Folge sind Wartezeiten bei Reha-Sport von bis zu zwei Jahren". Die zusätzlichen Betriebskosten von 220.000 Euro könnten durch zusätzliche Einnahmen ausgeglichen werden. Das sahen die anderen Fraktionen genauso und lehnten den Änderungsantrag ab. CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Schmidt warnte davor, das Projekt zu zerreden. Und es gab nichtalltägliches: Ein ungewöhnliches Sonderlob von Linken-Fraktionschefin Claudia Hänsel für die CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas. "Es ist großartig, dass sie die Chance ergriffen hat.


Vom Bund kommen bis zum Jahre 2026 25 Millionen Euro unter der Bedingung, das aus dem Land Sachsen nochmals die gleiche Summe fließt. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer hat die schriftliche Zusage von Ministerpräsident Kretschmar über 20 Millionen Euro, fünf Millionen Euro steuert die Stadt Plauen bei. Nachdem der Stadtrat seine Zustimmung erteilte, können jetzt entsprechende Fördermittel beantragt werden. M. W.