Stadtjubiläum auf gutem Wege

Vier Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit der Vorbereitung des Plauener Stadtjubiläums im nächsten Jahr. Nun gab es einen Zwischenbericht.

Von Torsten Piontkowski

Plauen Man hätte die Jubiläumsvorbereitungen lieber im großen Stil mit den Bürgern diskutiert, das sei coronabedingt aber nicht möglich, leitete Kulturbürgermeister Steffen Zenner seine Informationen zum Gesamtkonzept des Plauener Stadtjubiläums im kommenden Jahr ein. Allerdings brauchen die zahlreichen Veranstalter Planungssicherheit, so dass das Konzept bereits im Mai von den Stadträten beschlossen werden soll. Die Mitglieder des Stadtbau- und Umweltausschusses sowie des Wirtschaftsförderungsausschusses erfuhren am Montag in komprimierter Form vom Stand der Vorbereitungen, für die sich bereits im Jahr 2016 vier Arbeitsgruppen gebildet hatten. Als besonders fortgeschritten würdigte Zenner die Arbeit der AG "Jubiläumsschrift", die sich in besagtem Zeitraum zu immerhin 30 Beratungen traf. Es entstehe eine Festschrift mit populärwissenschaftlichem Charakter, die die Erwartungen "mindestens erfüllen" werde, so Zenner. Noch vor Weihnachten soll die Dokumentation zum Verkauf angeboten werden, voraussichtlich zum Preis von 38 Euro. Geplant sei eine Auflage "im unteren vierstelligen Bereich", eine schnelle Nachlieferung sei möglich, so Zenner.
Besonders umfangreich auch die Arbeit der AG Veranstaltungen, die über das ganze Jahr verteilt stattfinden werden. Höhepunkt wird neben dem 63. Plauener Spitzenfest vom 17. bis 19. Juni vor allem der 24. Juni mit der Johanniskirche im Fokus sein. Im Gotteshaus selbst, aber auch auf dem Kirchenvorplatz, findet der offizielle Festgottesdienst zum Stadtjubiläum statt. Ebenfalls an diesem Tag steht die Nacht der Muse(e)n an, während der zahlreiche kulturelle Einrichtungen von 18 bis 1 Uhr einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Am 13. und 14. Juli wird der Thomanerchor in der Johanniskirche erwartet. Vereine, die mit ihren Aktivitäten das Jubiläum unterstützen möchten, können entsprechende Förderanträge bis Ende Juli bei der Stadtverwaltung einreichen, machte Zenner aufmerksam.
Über die Ergebnisse ihrer Arbeit wird die AG "Bau/Sicherheit/Ordnung" spätestens im III. Quartal zusammenfassend berichten. Hier geht es vor allem um mögliche Sondernutzungsrechte für Händler, aber auch individuelle Sicherheitskonzepte - in enger Abstimmung mit Polizeibehörden und Landratsamt. Ein enges Zusammenwirken mit möglichen Sponsoren hat sich auch die "AG Werbung" auf ihre Fahnen geschrieben. Je nach Höhe und Leistungen der Sponsoren sind Platin-, Gold-, Silber- und Bronze-Pakete möglich. Im Gegenzug können die Sponsoren durch Werbung oder medial auf sich aufmerksam machen. Wie Zenner ergänzte, sei der _Schriftzug "Plauen 900" als Marke für die nächsten fünf bis zehn Jahre gesichert.
Eine vierte AG "Finanzen" behält das Geld im Auge. Insgesamt sind für das Stadtjubiläum 300.000 Euro aus städtischen Mitteln eingeplant. Zenner sprach mit Blick auf andere Städte von einem "low budget". In der Diskussion regte SPD-Stadtrat Bernd Stubenrauch an, auch die historische Werbeschrift "Plauener Spitze" wieder an einem geeigneten Standort anzubringen. Baubürgermeisterin Kerstin Wolf machte Hoffnung: Es gäbe mittlerweile mehrere Interessenten.