Sprache mit Geschmack

Wer Sprachen liebt, kann diese auch anderen Menschen leichter vermitteln. Das geht noch besser bei leckerem Essen. Zwei Tatsachen, die sich die Plauenerin Jacqueline Richter zunutze macht. "Sprache mit Geschmack" heißt ihr Konzept, das sie seit Spätsommer anbietet.

Von Stephanie Rössel

Plauen Zehn Jahre Erfahrung hat die studierte Übersetzerin, Erwachsenen Fremdsprachen beizubringen. Englisch ist ihre Arbeitssprache, Französisch die Ergänzung, Spanisch die Leidenschaft. "Wenn man einige Jahre in anderen Ländern unterwegs war, dann braucht man diesen Klang der Sprachen einfach.", sagt die zweifache Mutter mit einem Lächeln.
Nach dem Unterricht, der oft auch als spezieller Kurs in Firmen stattfindet, kamen die Teilnehmer oft auf sie zu und berichteten, dass sie sich wünschten sie würden sich viel mehr trauen die Sprache anzuwenden, gerade im Urlaub.
In einer ruhigen Minute dachte Jacqueline Richter darüber nach und entwickelte eine Idee. "Irgendwie entwickelte sich dieser Einfall von Kochen und Lernen immer weiter. Das musste ich einfach probieren." Nach und nach schrieb sie eine Art Drehbuch für den Ablauf eines solchen Abends. Suchte nach passenden Rezepten und Getränken, druckte Schilder mit Vokabeln und richtete in der Villa an der Bärenstraße eine voll ausgestattete Küche mit riesigem Esstisch im Wintergarten ein.
Zuerst gab es einen Testabend mit Menschen, die sie zwar kannte, die sich aber untereinander fremd waren. "Ich wollte sehen wie es ankommt. Ob es funktioniert und was ich verbessern kann. bevor ich offiziell an den Start gehe", erinnert sich die Plauenerin und strahlt bei der Erinnerung an den Abend, der ein voller Erfolg war. Inzwischen gab es zwei weitere Abende und einige Kurse für 2020 sind bereits ausgebucht.
Pro Abend können vier bis acht Personen teilnehmen. Die können sich kennen oder auch ganz fremd sein. "Kennenlernen soll ja eigentlich Teil des Ganzen sein. So entsteht die Kommunikation. Es soll ja nicht das Ziel sein Vokabeln zu pauken. Vielmehr geht es darum Hemmung abzubauen und in lockerer Atmosphäre etwas für den nächsten Urlaub mitzunehmen", betont die Sprachtrainerin. Dabei geht es ihr auch darum, die Kommunikationsregeln des jeweiligen Landes und die Gepflogenheiten weiter zu geben.
Besondere Voraussetzung müssen Gäste nicht mitbringen. Ein Small Talk und das Kochen von landestypischen Speisen wird möglich sein. Dabei wagt sie es sogar die Rezept in der jeweiligen Sprache auszuteilen. Die Zutaten mit den jeweiligen Schildern sind in der Küche zu finden. Zum Nachlesen und Wiederholen gibt es am Schluss eine kleine gedruckte Zusammenfassung mit nach Hause.
Wer also selbst Lust hat oder noch ein passenden Weihnachtsgeschenk dieser Art sucht:
sprache-mit-geschmack.de