Sport frei mit Kirchensegen

Emsiges Treiben und Motorengebrumm eines Baggers herrschte Samstag in Landwüst auf dem Gelände neben dem Pfarrhaus. Ein Beach-Soccer Platz entsteht.

Von Helmut Schlangstedt

Landwüst Dort hatten sich einige junge Leute eingefunden, um just an diesem Ort einen Sportplatz entstehen zu lassen, um es genauer zu sagen, einen Beach-Soccer Platz. Mit gutem Beispiel voran als Frontmann Oliver Schulz, Ortsvorsteher von Landwüst, der die Hintergründe des Arbeitseinsatzes erläutert. Die Idee zur Errichtung des Sportplatzes hatte die Gruppe der rund 15 Hobbyfußballer des Dorfes gehabt. Einige von ihnen kämen sogar aus anderen Orten, wie Bad Elster oder Schöneck, was mit alten Schulbekanntschaften zusammenhängt. Früher hätte man auf der Wiese unterhalb des Pfarrgeländes gespielt, doch wegen der jetzigen landwirtschaftlichen Umnutzung, bei der die Wiese nicht mehr gemäht werden darf, war dies leider nicht mehr möglich. Aus diesem Grund hätte man mit der Kirchgemeinde gesprochen.
Denn bereits früher befand sich an genau dieser Stelle ein Tennisplatz, den vor langer Zeit der damalige Pfarrer Zaumseil errichtet hatte. Nach dessen Fortgang blieb der Platz jedoch sich selbst überlassen und wuchs langsam zu, so dass an dessen frühere Existenz nur noch eine Mauer erinnerte, an der ein Fangnetz befestigt war, damit die Tennisbälle nicht in der Taiga verschwanden. Deshalb war die Kirchgemeinde auch sehr von der Idee eines Sportplatzes angetan, womit das Gelände wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt würde und zugleich eine sinnvolle Nutzung erhielte.
In den vergangen Wochen hätte man bereits einige kleinere Vorarbeiten geleistet, doch dies wäre der erste große Einsatz, erläutert Oliver Schulz, der gerade an der Mauer werkelt, während einige Jugendliche beginnen, Folie auf dem Platz zu verlegen. Zum einen, damit das Unkraut nicht nach oben wächst und zum anderen, damit der noch aufzuschüttende Sand nicht im Untergrund versinkt.
Und mittendrin hantiert Sebastian Schneidenbach im Bagger mit seiner Schaufel an einer großen, frisch ausgegrabenen Baumwurzel. "Die Arbeitseinsätze sind das eine, aber ohne die Unterstützung etlicher Sponsoren könnten wir diesen Platz nie und nimmer einrichten, denn das kostet auch einiges", ergänzt Mario Schumann den Ortsvorsteher und nennt einige, wie das RHG Bauzentrum, die Firma Naue Textil, die HTS Schneidenbach Adorf, die Waldwirtschaft Jacob oder die Sparkasse Vogtland. Aber auch die Kirchgemeinde hätte sich beteiligt. Allen gelte ein ganz großer Dank.
In weiteren Einsätzen stünden noch Planierarbeiten, das Errichten von Randbefestigungen, das Aufschütten von Sand und das Aufstellen von Toren auf dem Plan. Spätestens Mitte August soll der Platz dann fertig sein, der vor allem für Beach-Volleyball und Beach-Fußball genutzt und natürlich würdig eingeweiht werden soll. "Uns geht es vor allem darum, dass die Jugendlichen hier eine sportliche Betätigung finden und sich auch einmal richtig austoben können", meint Oliver Schulz. Auf dem Dorf klappt's eben noch.