Spitzenkleider als Geschenk an die Stadt

"Die Damenmode muss sich wieder ändern", wünscht sich Doris Zacher. 1952 hat sie bei der Plauener Spitze angefangen und ist bis heute damit stark verbunden. Nach der Lehre hat sie eine Meisterausbildung gemacht und bis 1985 die Produktion geleitet. Von der Qualität ist sie bis heute überzeugt. Mehr als ein Dutzend Kleider schenkte sie nun der Stadt Plauen. Alle Modelle waren Laufstegmode, die in Japan, Paris, Berlin und Leipzig gezeigt wurden. Die 84-Jährige wünscht sich, dass der Kleidungsstil wieder etwas eleganter werden solle. Spitze sei zeitlos und könne vielseitig eingesetzt und kombiniert werden. "Das müsste auch hier in der Stadt eine besondere Person, mit besonderen Einfällen in die Hand nehmen. Jemand wie Lagerfeld, der Spitze übrigens sehr mochte", sagt sie. Nur so könne man laut ihr die Spitze wieder "alltagstauglich" machen und die Menschen dafür interessieren. Im Spitzenmuseum werden die Kleider nun entsprechend gelagert oder zu gegebenem Anlass gezeigt.  Stephanie Rössel