Spitzengespräche zur Rettung der Plamag

Die Plamag Plauen nach der Manroland-Insolvenz als zuverlässiges Zulieferwerk zu erhalten, bedarf der Umsetzung von 40 Maschinen aus Augsburg und Offenbach. Auch um weitere Schritte ging es bei der Freitagsrunde.

Plauen - "Die Gespräche laufen und es ist parteiübergreifend alles in Bewegung", sagte am Freitagabend Landrat Dr. Tassilo Lenk nach der wöchentlichen Runde aus Manroland-Vorstand, Geschäftsführung, Betriebsrat, IG Metall und Insolvenzverwalter. "Wir werden als Wirtschaftsregion Vogtland alles tun, um den Standort am Markt zu erhalten. Das war auch der deutliche Ruf aus der Kreistagssitzung", so Lenk.

Mit der Umsetzung von 40 Maschinen wie geplant aus den beiden anderen Manroland-Werken nach Plauen und einem nachhaltigen Konzept will Lenk auf eine zeitnahe Umsetzung der begonnen Umstrukturierung der Plamag zum mechatronischen Systemelieferant drängen. Der Landrat hoffe "durchaus optimistisch", dass die wirtschaftlichen Voraussetzungen einen Erhalt des Produktionsstandortes ermöglichen.

"Dazu sind alle bereit, etwas zu tun", so Lenks Eindruck aus den verschiedenen Beratungen. In der Woche vor Weihnachten sei ein weiteres Gespräch in Dresden mit Staatsminister Dr. Johannes Beermann, Chef der Staatskanzlei, geplant. "Dabei ist auch das Wirtschaftsministerium mit am Tisch", sagte Lenk. Die Landesregierung sei bereit, das Plauener Unternehmen zu unterstützen.

Große Hoffnungen ruhten auf Insolvenzverwalter Werner Schneider, der sich deutlich für den Erhalt der Manroland einsetze. "Er ist ein Sanierer und keine Beerdiger", sagte Lenk und verwies auf die Aufrechterhaltung der Produktion. M. T.