Spitzenfest-Feuerwerk nicht der große Knaller

"Als gebranntes Kind hatte ich erst mal Bauchschmerzen", bekennt Steffi Klug vom Spitzenfestverein freimütig und meint damit das Höhenfeuerwerk, das alljährlich den Abschluss des größten Festes der Spitzenstadt bildet und im Vorjahr gründlich daneben ging.

Doch diesmal stiegen die Raketen gen nächtlichem Himmel, tauchten den Altmarkt in stimmungsvolles Rot und Gelb. "Die Leute waren sichtlich zufrieden, ich stand mitten im Pulk", ergänzt Steffi Klug. Kleinere Pannen bezüglich der Choreografie gabs zwar auch in diesem Jahr und selbst Plauener, die das Spektakel eigentlich problemlos vom heimischen Wohnzimmerfenster aus beobachten können, sahen eher wenig. Und auch die Dauer fiel angesichts einer Jubiläumsausgabe eher mickrig aus.

Dennoch hat sich Feuerwerker Kay Martin aus Werdau, der für das Debakel im Vorjahr verantwortlich war, gewissermaßen rehabilitiert. Es seien die schlimmsten Minuten seiner fünfjährigen Erfahrung als Pyrotechniker gewesen, hatte er damals - quasi selbst am Boden zerstört - gegenüber unserer Zeitung gesagt. In Vorbereitung des diesjährigen Spitzenfestes hatte die Stadt beschlossen, Martin eine zweite Chance zu geben.

Die hat er nun wahrgenommen. Erstmals fand auch während des Auftritts der Slade Tribute Band Slyde eine Lasershow auf der Bühne statt, die die angejahrten Herren ins rechte Licht tauchte. Versöhnliches Fazit von Steffi Klug: "Selbst bei den Olympischen Spielen klappt nicht alles wie am Schnürchen." tp