Spitzen-Premiere beim Semper-Opernball

Der Weg der Plauener Spitze in der modernen Modebranche geht weiter. Jetzt hat das edle Produkt aus dem Vogtland auf dem Semper-Opernball in Dresden Premiere.

Plauen/Falkenstein - Fototermin bei der Stickperle Falkenstein: Die drei jungen Debütantinnen Karin Heinrich, Maria Schaschke und Carolin Tietz-Barfam haben sich am Montag den Stickereibetrieb angeschaut, der den Träger ihrer festlichen Abendkleider für den Dresdener Semper-Opernball im kommenden Jahr fertigt. Auch eine Anprobe der roten Roben stand auf dem Programm.

Die Plauener Spitze kannten die jungen Damen aus Großröhrsdorf und Dresden zuvor noch nicht. Die Qualität sei sehr gut, sagt die 16-jährige Carolin Tietz-Barfam. Als spannend und aufregend beschreibt sie ihr Gefühl vor dem Ball-Auftritt am 20. Januar. "Ich freue mich schon total auf den Semper-Opernball." An ihrem Kleid vom Modedesigner Uwe Herrmann gefällt ihr besonders die leuchtende Farbe. Die Chance als Debütantin bei diesem Ereignis dabei zu sein, bekam die Dresdenerin von ihrer Tanzschule, sagt sie.

Dass Uwe Herrmann Spitze aus dem Vogtland für seine Kleider einsetzt, kommt nicht von ungefähr. Der Designer möchte damit auch die vogtländischen Stickereien unterstützen. Die Spitze wird am Träger besonders gut zur Geltung kommen, so Angelika Zoglauer von der produzierenden Stickperle in Falkenstein: "Ich bin natürlich stolz, wenn unsere Kollektion auch den Geschmack von Designern trifft. Und Spitze an schönen Frauen, ist doch immer wieder wunderbar anzusehen."

Der Dresdener Modemacher entwirft seit mehreren Jahren die Kleider der Debütantinnen. 2012 setzt er dabei erstmals auf Plauener Spitze. Der rechte Träger des roten Ballkleides und ein aufgesetztes Spitzemuster im Dekolteebereich sind aus Spitze. Etwa 80 Kleider werden zum Opernball im Rampenlicht stehen. Damit aber jede Dame am Abend auch ein passendes Kleid besitzt, fertigt der Designer aber insgesamt rund 160. Uwe Herrmann arbeitet auch für den Opernball in Wien. mar