Spieler, Trainer, Buchautoren

Plauen - Talk im Domero zum Dritten. Dieses Mal geht es nicht um Politik oder Kultur. Dieses Mal geht es um Fußball. Jörg Berger und Rene Müller haben sich für Donnerstag, 14. Mai, angekündigt. 20 Uhr geht es im Dormero Hotel los. Veranstalter ist das Hotel gemeinsam mit der Agentur Wortreich. Der Vogtland-Anzeiger begleitet den Talk als Medienpartner.

Jörg Berger und Rene Müller werden für einen vollen Raum sorgen. Beide sind Publikumslieblinge, gerade in unserer Region. Müller war von 2000 bis 2003 Trainer des VFC Plauen, und führte den Verein in die Spitze der Oberliga, der damals vierthöchsten Spielklasse. Von Plauen ging es für ihn nach Erfurt, wo er mit den Rot-Weißen in die 2. Bundesliga aufstieg. Dort wurde im Februar 2005 entlassen. Nach seinem kurzen Intermezzo beim Halleschen FC verschlug es ihn zu den Amateuren des 1. FC Nürnberg, die er seit 2007 trainiert. Noch erfolgreicher als seine Trainer-Laufbahn war die als Spieler. Müller bestritt von 1976 bis 1990 286 Oberligaspiele für den 1. FC Lok Leipzig. Für Dynamo Dresden spielte er 81 Mal in der 1. Bundesliga. Sein erstes von 46 A-Länderspielen für die DDR-Nationalmannschaft bestritt René Müller im Februar 1984 beim 3:1-Sieg in Athen gegen das Team Griechenlands. Er spielte für die DDR neun WM- und acht EM-Qualifikationsspiele sowie 29 Freundschaftsspiele. Zum letzten Mal stand er für die DDR 1989 zwischen den Pfosten. Am 12. April verlor man in Magdeburg bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei mit 0:2. Müller stand in 39 Europapokalspielen im Tor. Höhepunkt für ihn war das Erreichen des Endspiels 1987 um den Europapokal der Pokalsieger. Lok setzte sich im Halbfinale vor über 100 000 Zuschauern im Zentralstadion erst nach Elfmeterschießen gegen Girondins Bordeaux durch. Müller hielt dabei drei Elfmeter und schoss als Mannschaftskapitän den entscheidenden Elfmeter selbst - ins linke obere Eck. Das Finale gegen Ajax Amsterdam wurde mit 0:1 (Tor: Marco van Basten) verloren.

Bei Jörg Berger war es genau umgekehrt. Er war als Trainer erfolgreicher. In der Frühphase seiner Trainerkarriere verpasste Berger 1984 und 1985 zweimal als 4. der 2. Fußball-Bundesliga knapp den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga. Danach trainierte der Motivationskünstler Jörg Berger mehrere Bundesligavereine, die er oft vor dem Abstieg rettete, wodurch er sich seinen Spitznamen "Feuerwehrmann" verdiente. Jedoch bekam er selten die Chance, eine Mannschaft über längere Zeit aufzubauen. Seine Bestleistungen als Trainer erreichte er mit zwei dritten Plätzen in der Bundesliga mit Eintracht Frankfurt 1990 und dem FC Schalke 04 1996. Im Oktober 1996 wurde er entlassen und von Huub Stevens abgelöst, so dass er Schalkes UEFA-Pokal-Gewinn nicht mehr als Trainer feiern konnte.

Beide haben außer ihrer Leipziger Herkunft seit diesem Jahr noch etwas gemeinsam: Sie sind unter die Buchautoren gegangen. Bergers Buch "Meine zwei Halbzeiten" ist ein riesiger Erfolg. Es steht derzeit auf Rang neun der Spiegel-Bestsellerliste. Müllers Werk heißt "Ins linke obere Eck" - eben in Anlehnung an sein Elfmetertor gegen Bordeaux im Jahre 1987. Beide werden zum Talk im Dormero aus ihren Büchern vorlesen und sich gleichzeitig einer Fragerunde stellen.

Der Vogtland-Anzeiger verlost für die Veranstaltung 20 Freikarten. Wer heute, 16 Uhr, unter der Rufnummer 03741/597720 anruft, hat die Möglichkeit auf die Karten.

 

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