Spielend Burgen entdecken

Spielerisch kommt man jetzt den Burgen in der Region ganz nahe. Das neue Würfelspiel "BurgVogtLand" macht es möglich. Im Mittelpunkt steht die Stadt Weida, die Wiege des Vogtlandes. Von hier aus reichte die Herrschaft der Vögte weit ins Land hinein bis nach Schloss Burgk, zu Burg Mylau, Hrad Seeberg in Tschechien und Schloss Posterstein. Diese vier altehrwürdigen Bauten sind sozusagen die Heimstatt von vier Spielern, die mit dem Burgvoigt, Gefolgsmann und Gefolgsfrau einen Parcours absolvieren. Der Schnellste gewinnt, von der Mitte aus, also Weida, muss jeder seine Figuren in seine eigene Burg bringen. "Es geht um Glück, aber auch Strategie", sagt Spielemacherin Veronika Sandra Hofmann-Trepák. Die Leipzigerin von der Leipziger Firma Hitzefrei hat in Kooperation mit dem Museum Burg Mylau das Würfelspiel für das länderübergreifende Projekt "Kulturweg der Vögte" entwickelt. "Wir hatten bei dem EU-Projekt die Idee, auch ein eigenes Spiel zu realisieren", sagt die Mylauer Museumsleiterin Sina Klausnitz. Im Bild haben Nadine Holesch, Veronika Sandra Hofmann-Trepák und Sina Klausnitz (von links) viel Spaß beim Testen. "Das eigentliche Ziel bei "BurgVogtLand" ist, man erfährt spielerisch, was es früher alles brauchte, um ein Land zu besiedeln", sagt Veronika Sandra Hofmann-Trepák. "Wir haben erst einmal eine Auflage von hundert Stück, um zu sehen, wie das Spiel bei den Leuten ankommt", sagt Nadine Holesch vom Museum Burg Mylau. Der Spielplan von BurgVogtLand besteht aus Textil und kann zusammengerollt und in eine Röhre gesteckt werden. Die Spielanleitung gibt es in deutsch und tschechisch. Es kann telefonisch unter 03765 3822352 im Museum Burg Mylau bestellt und für 35 Euro im Museum gekauft werden.  Simone Zeh