Spiegelbilder in Reichenbach

Reichenbach - "Spiegelbilder 2013" ist eine Ausstellung überschrieben, die noch bis zum 12. Mai im Reichenbacher Neuberinmuseum zu sehen ist. Sie zeigt Selbstporträts und Airbrush-Arbeiten von Michael Daum aus Zwickau sowie Werke seiner Söhne Leon und Rico.

Daum ist Gymnasiallehrer für Kunsterziehung und Deutsch und unterrichtet am Reichenbacher Goethe-Gymnasium. Kurz vor der Wende siedelte er in den Westen über. Dort probierte er mehrere Tätigkeiten aus (Werbegrafiker, Kommunikationselektroniker), kehrte Mitte der neunziger Jahre aber nach Sachsen zurück.Vor zehn Jahren stellte Daum schon einmal im Neuberinmuseum aus. Damals nannte er die Ausstellung anlässlich seines 50. Geburtstages "Volltreffer 50".

"Spiegelbilder 2013" zeigt jetzt Werke, die Einblicke in die jahrelange Arbeit M. J. Daums, so sein Künstlername, geben sollen. Zu den Vorbildern des Künstlers zählen vor allem Rembrandt, Pablo Picasso, Van Gogh und Dali, was in seinen Kunstwerken mehr als deutlich wird. "Ich kommuniziere mit meinen künstlerischen Vorbildern", verrät er. Daums Werke erzählen von seiner Sorge um die Zukunft der Menschheit und der Umwelt.

Seit drei Jahren nimmt Michael Daum Keyboardunterricht. Und so sorgte er zur Eröffnung seiner Ausstellung unter anderem mit Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" selbst für den musikalischen Rahmen. Es war sein erster öffentlicher Auftritt als Musiker. "Mein Puls hämmert fast durch die Schädeldecke", erzählte er den Gästen von seinem Lampenfieber.

Auf Wunsch des Künstlers gab es keine Laudatio. Die Gäste sollten lieber mit dem Künstler ins Gespräch kommen statt eine vorgefertigte Meinung präsentiert zu bekommen, meinte er. va