Sperken feiern sportlich

Der Klingenthaler Thomas Ungethüm hat Allround-Sportler Frieder Jäckel aus Oelsnitz beim 2. Sperken-City-Lauf abgehängt.

 

Von Renate Wöllner

Oelsnitz -  Über Kopfsteinpflaster und Asphalt ging es Sonntagnachmittag bei den erwachsenen Frauen und Männern fünf Runden zu je 600 Metern vom Marktplatz zur Jakobikirche und zurück über den Pfortenberg. Der volkssportliche Wettkampf war eingebettet ins Oelsnitzer Stadtfest und in nahezu allen Altersklassen bis zur U7 besetzt. Der Nachwuchs, der mit Feuereifer an den Start ging, lief eine oder zwei Runden. 
Dafür gab's neben Urkunden einen plüschigen Sperk zur Erinnerung. Schien es zunächst auf einen Zweikampf zwischen Jäckel und Ungethüm hinauszulaufen, bei dem der Oelsnitzer in der ersten Runde führte, hatte der Klingenthaler den Sperk in der dritten Runde uneinholbar abgehängt. Jäckel, der neben Uli Reinel vom TSV den Lauf organisierte, wurde Zweiter. Ungethüm lief die rund 3000 Meter nach eigener Messung in 10,16 Minuten. Der 41-jährige Familienvater, der in der Gemeindeverwaltung Stützengrün arbeitet, engagiert sich sportlich beim VfB Lengenfeld. Gelaufen ist er kürzlich auch den Super-Marathon von 74 Kilometern in sechseinhalb Stunden beim Rennsteiglauf. Als nächste Herausforderung stürzt er sich auf wilde Alpen-Pfade bei der Weltmeisterschaft im Trail Running in Bad Hofgastein. "Nach Oelsnitz gebracht hat mich die gute Beziehung zum Frieder", erzählte der Klingenthaler. 
Eine tragende Rolle spielten beim Sperkenfest die Vereine der Stadt. Mit acht Mannschaften gingen sie in die "Sperken-Challenge", einen Spaßwettkampf, der Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit forderte. Zu bewältigen waren Samstag und Sonntag die Disziplinen Rudern, Radfahren, Bierfässer tragen, Feuerwehr ziehen, Eier- und Rathaus-Turm-Lauf. Vorn hatte am Ende die Nase der SV Merkur knapp vor den Zweiradfreunden Vogtland, die TSV-Handballer wurden Dritte. Sprecher Björn Fläschendräger verzeichnete gestiegene Resonanz der "Challenge", die im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgetragen worden war. 
Lob beim Stadtfest ernteten Bastel- und Spielangebote sowie Wischnewski-Karussell für die Kinder. Auch die beiden Show-Konzerte Freitag- und Samstagnacht fanden ihr Publikum. "Ein schönes Stadtfest", äußerte OB Mario Horn, nur Samstag habe es die Sonne zu gut gemeint, sich der Markt aber dafür gegen Abend belebt.