SPD-Kritik auf dem Weg zur Wahl

Mühltroff - Die Brücke über den Königsbach bei Mühltroff ist marode und muss gesperrt. Das fordert die SPD Pausa-Rosenbach in einer Pressemitteilung - nach einem Marsch auf dem Rundwanderweg um Mühltroff und im Vorfeld der Kommunalwahlen am 7. Juni.

Die Holzbrücke über den Königsbach, die Schönberger und Alte Schönberger Straße verbindet, ist nach SPD-Meinung einsturzgefährdet. Durch Hochwasser und das Alter der Brücke seien die Stämme des Steges morsch, oft durchgebrochen. Bis zu zehn Zentimeter lange Nägel lägen frei. "Hier ist die Stadt aufgefordert, die Sicherheit der Brücke zu überprüfen", sagt Steffen Rauchfuß, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und Stadtratskandidat für Mühltroff.

Die Stadt müsse handeln - und die Wanderwege in Mühltroff instand setzen - trotz knapper Finanzen, fordert Rauchfuß, der mit seinen Genossen noch mehr zu kritisieren hat an dem Wanderweg:

An vielen Waldkreuzungen fehlten Wegweiser. Außerdem mangele es an Sitz- und Rastmöglichkeiten, einige Bänke seien auf Grund ihres Alters nicht mehr zu benutzen. So sei die Sitzgelegenheit am Schafhof mit herrlichem Blick über den Frauenteich und ganz Mühltroff mit Müll verschandelt. "Man braucht sich nicht wundern, dass Müll herumliegt, wenn es keine Papierkörbe gibt", sagt Rauchfuß. Das Thema Rundwanderweg gehöre auf die Tagesordnung des Stadtrates.

Schnellere Hilfe wäre möglich, wenn Alt-Bürgermeister Ulrich Weiß? Vorschlag Wirklichkeit würde: Die SPD sollte sich mit Balken und Nägeln "bewaffnen", mit Säge und Brettern - und die Brücke reparieren. Weiß: "Mühltroff mit dem personell schwachen Bauhof kann das alleine kaum schaffen." Der Rundwanderweg war in Weiß? Amtszeit, die bis 2001 währte, angelegt worden.

Torsten Zimmermann, der zweite stellvertretende Bürgermeister Mühltroffs, ärgert sich, dass die SPD-Kritik über die Öffentlichkeit ausgetragen wird. "Schöner wäre eine Info an die Stadt gewesen oder unter www.muehltroff.de. Reden ist wichtig", sagt er und räumt ein, dass an den Wegen etwas getan werden müsse. Allerdings sei das mit den zwei Bauhof-Stellen schwierig. "Eigeninitiative ist gefragt, Parteiengezänk wäre schlimm."

Der bisher parteilose Zimmermann, der am 7. Juni für die FDP kandidiert,

setzt auch Hoffnungen auf den ehrenamtlichen städtischen Wegewart Thomas Hohl, der nach eigener Aussage seit Januar im Amt ist und derzeit nur für überregionale Wege zuständig ist, wie Müllerburschen- und Vogtland-Panorama-Weg. "Es stimmt, es liegt einiges im Argen. Würde ich in den neuen Stadtrat gewählt, würde ich versuchen, mich um den Rundwanderweg zu kümmern", sagt Hohl, der für die Grünen kandidiert. ufa