Spaß ohne Grenzen

Gaudi pur: Acht Mannschaften zu fünf Mitgliedern gingen auf die Strecke eines Spiels, das an frühere Fernsehzeiten erinnert. Am Ende hatte keiner eine Chance gegen "Cool & the Gang".

Von Jochen Pohlink

 "Wir haben als Volleyballteam nach Möglichkeiten gesucht, alle Abteilungen des Vereins und auch Mannschaften von außerhalb ohne Bevorteilung in einem Spielnachmittag zusammenzuführen", erklärt Marko Seifert als Kopf des Ganzen. 
Was herauskam, war Gaudi pur: Acht Teams à fünf Starter nahmen die Herausforderung an. Mit klangvollen Namen wie "Pink Panther", "Wackelpöpse" oder "Justus und seine Freunde" zog man ins Feld. 
Die Aufgaben waren vielgestaltig - und erinnerten ein bisschen an die TV-Show "Spiel ohne Grenzen" aus früheren Zeiten: Baumstämme mussten geworfen oder im Slalom durch einen Parcours geführt werden. Ein Bogenschießen auf den Drachen war zu absolvieren, der Kletterturm stand als Herausforderung auf dem Programm, ein Auto war durch Muskelkraft zu bewegen - das waren nur fünf der zehn Wettbewerbe. Begeistert gingen zahlreiche Besucher mit auf den Kurs im Waldstadion. Beim Strohsackweitwurf waren rekordverdächtige Weiten zu erzielen und beim Eier(Wasserbomben)-Weitwurf kam es darauf an, mit großen Weiten zu punkten. 
Schnelligkeit war auch beim Fassrollen, dem Team-Skilauf oder beim "Spongebob" gefragt, bei dem von den Mitgliedern der Teams mit an der Stirn befestigten Schwämmen durch Ausdrücken an einer Wand ein Krug mit Wasser zu füllen war.
Interessant war bei allen "Wettspielen", die unterschiedliche Herangehensweise der einzelnen Teilnehmer: So wurde zum Beispiel beim Strohsackwerfen die Drehwurftechnik ebenso ausprobiert wie das Überkopfwerfen. Nachdem sich nach beinahe drei Stunden alle Teams bei der Wettkampfleitung zurückgemeldet hatte, erfolgte die Auswertung. 
Unter Berücksichtigung von Nachteilen einzelner Teams bei den Aufgaben (zum Beispiel beim Autoziehen) erhielt je nach Erfüllung der einzelnen Aufgaben jedes Team eine Platzziffer, deren Summe die Platzierung ergab - die Mannschaft mit der niedrigsten Summe wurde zum Sieger erklärt. Der Erfolg kam nicht von ungefähr: Den ganzen Spielverlauf waren die Männer der Truppe "Cool & the Gang" auf dem Feld mit Gesang und Bier im Gleichschritt unterwegs, um auch optisch und akustisch ihre Überlegenheit zu dokumentieren. Sie ließen weder dem "Team OB - in der Regel voll" noch den Drittplatzierten "Pink Panthers" eine Chance. Abgeschlagen mussten sich die "Alten Herren-all Stars" mit dem letzten Platz begnügen, die noch hinter den Frauenmannschaften "Wackelpöpse" und den "Dorfclubmiezen" einliefen. Aber am Ende zählte ausschließlich der mit dem Start verbundene Spaß.