Spartenvielfalt im Theater Plauen-Zwickau bedroht

"Das jetzt vorgelegte Sparkonzept der sächsischen Regierung beinhaltet für den Kulturbereich, dass die sächsischen Kulturräume sieben Millionen weniger erhalten und diese Summe den Landesbühnen Sachsen zur Verfügung gestellt wird.

 

Somit werden die Landesbühnen Sachsen als Staatstheater, analog dem Hygiene-Museum durch die Stadt Dresden, anteilig durch die Kulturräume finanziert und erhalten zusätzlich bei eigenen Vorstellungen im Kulturraum auch die Einnahmen." Darauf macht der Geschäftsführer des Theaters Plauen-Zwickau, Volker Arnold, aufmerksam. Ein großer Anteil der Kulturraummittel werde dem Kulturraum Vogtland-Zwickau zur Verfügung gestellt, in dem das Theater Plauen-Zwickau eine zentrale Rolle spielte.

 

Und weiter stellt Arnold fest: "Da die Landesbühnen Sachsen keinen Haustarifvertrag haben, finanzieren dabei die Kulturräume die vollen Tarife der Landesbühnen. Hingegen haben seit vielen Jahren fast alle sächsischen Theater Haustarifverträge abgeschlossen, die unter anderen besondere Regelungen zur Arbeitszeit und zur Vergütung beinhalten." Arnold listet die Einschränkungen für alle Mitarvbeiter auf: "Am Theater Plauen-Zwickau wurden beispielsweise im laufenden Haustarifvertrag im Bereich des öffentlichen Dienstes die wöchentliche Arbeitszeit auf 38 Stunden reduziert und die Differenz durch Freizeit ausgeglichen. Im Orchester wurde die Vergütung um 16 Prozenz abgesenkt und ebenfalls durch Freizeit ausgeglichen.

 

Auch im Solistenbereich wurde eine Kürzung der Zuwendung vereinbart. Die Absenkung der Kulturraummittel durch die anteilige Finanzierung der Landesbühnen Sachsen", so Arnold abschließend, bedeute für das hiesige Theater eine ernste Gefahr des Fortbestehens einzelner Sparten und somit der Fusion beider Theater, die gerade in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert. va