Sparkasse holt Töchter und Sinnario zurück

Plauen - Die Sparkasse Vogtland will ihre Strukturen ändern und die ausgegliederten Töchter-GmbHs wieder ins Haus holen. Das sei am Donnerstag ein Ergebnis einer außerordentlichen Sitzung des Verwaltungsrates gewesen.

"Wir integrieren drei Töchter, zu denen auch die Sinnario gehört, zurück in die Sparkasse - mit ihren Mitarbeitern und Aufgaben", sagte am Abend der Verwaltungsratsvorsitzende Landrat Dr. Tassilo Lenk. Die Beteiligungs-GmbH hingegen bleibt eigenständig. "Sie ist gut aufgestellt und hilft Wirtschaftsunternehmen durch ihre Übernahme von Gesellschafteranteilen", so Lenk. Der Vorstand der Sparkasse sei am Donnerstag vom Verwaltungsrat beauftragt worden, die Eingliederung der drei Töchter zügig und zeitnah anzugehen.

"Wir wollen sehen, dass es uns noch im 1. Halbjahr gelingt." Als die Ausgliederung erfolgte, sei es damals richtig gewesen, "um Geschäfte zu akquirieren. Doch jetzt ist die Geschäftslage eine andere", begründet Lenk.

Die Sinnario war im vergangenen Jahr in heftige Kritik geraten. Der einstige Vorstandvorsitzende Arthur Scholz hatte daraufhin seinen Stuhl zum Jahresende geräumt. Gegen ihn und die Sinnario-Geschäftsführerin läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Veruntreuung von Geldern. "Zu dem derzeitigen Ermittlungsstand kann ich nichts sagen, weil das Verfahren noch läuft", sagte Lenk. va