Sorgaer feiern Siedlungs-Jubiläum

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Wohl kaum in einem anderen Plauener Stadtteil herrscht so eine Gemeinschaft wie in Sorga und darauf sind die Bewohner auch mächtig stolz, wie am Sonntag zum bunten Festumzug "80 Jahre Sorga" zu sehen war.

Plauen - Ein Stadtteil feiert sich selbst: Die Siedler in Sorga pflegen nicht nur eine große Verbundenheit, sie verstehen es auch, sich jedes Jahr auf neue gebührend und ohne die sonst so beliebten Stars auf der Bühne zu feiern.

Wer am Wochenende durch die farbenfroh geschmückte Eigenheimsiedlung spazierte, wusste gar nicht, wo er als erstes hinblicken sollte. Ungeschmückte Grundstücke waren die absolute Ausnahme. Überall hingen Wimpel, Luftballons und Strohpuppen vor den Türen und die Feststimmung war nicht nur im Zelt und auf der großen Wiese davor zu spüren. Höhepunkt des dreitägigen Jubiläumswochenendes war der bunte Festumzug durch die Straßen des Stadtteils. Viele verfolgten den Tross mit seinen 30 Bildern und mehr als 200 Teilnehmern auf Stühlen und Bänken vorm eigenen Haus. Es wurde fotografiert, geklatscht, bejubelt und gestaunt.

Was die gut 190 Mitglieder des Siedlervereins Plauen-Sorga wieder vorbereiteten, beeindruckte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der der Einladung des Vereinschefs Gerhard Bauer gerne folgte und mit seiner Lebensgefährtin Silke Elsner den Umzug in einer Pferdekutsche begleitete. "Es ist unglaublich, was die Sorgaer jedes Jahr auf die Beine stellen. Fast jedes Haus ist geschmückt und alle sind dabei", sagt der OB.

Punkt 14 Uhr setzte sich der Festzug an der Straßenbahn-Endhaltestelle Reusa mit der Fahnengarde Vogtland und bei fast 30 Grad in Bewegung. Für die musikalische Stimmung sorgte gleich dahinter das Jugendschalmeienorchester Plauen. Einen Extraplatz auf dem Sorga-Express, der das ganze Wochenende zu Rundfahrten durch die Siedlung einlud, bekamen die 30 Sängerinnen und Sänger des vereinseigenen Chores. Durch die Sorgaer Straßen zogen auch Plauener Originale mit, wie der Blumme-August oder die Neideitel. Auf zwei und vier Rädern waren zudem alte Traktoren und SR2-Mopeds unterwegs.

"Warum nach Mallorca, wir bleiben in Sorga", so lautete das Motto der drei Tage, an denen auch die sonst so lautstarke benachbarte Autobahn 72 durch die Feststimmung etwas übertönt wurde und kurzzeitig in den Hintergrund rückte. Nach dem großen Umzug durch die Siedlung wurde noch bis in die Abendstunden auf dem Festgelände weitergefeiert.